M&A-Deals: Mit der Übernahme von Hallhuber will Gerry Weber vor allem jüngere Frauen ansprechen.

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09.01.15
Deals

M&A-Deals: Hallhuber, Rocket Internet, MeinFernbus

Gerry Weber übernimmt den Modekonzern Hallhuber komplett, Rocket Internet will mit einem Joint Venture im Bereich Mobile Payment in die Emerging Markets vordringen und die beiden größten Anbieter auf dem Fernbusmarkt MeinFernbus und Flixbus fusionieren miteinander. Diese und andere M&A-Deals der Woche finden Sie in unserem FINANCE-Wochenrückblick.

Gerry Weber übernimmt Hallhuber komplett

Der Textilkonzern Gerry Weber steigt ins jüngere Damenmodesegment ein und übernimmt alle Anteile des Münchener Modeunternehmens Hallhuber. Verkäufer ist die Private-Equity-Gesellschaft Change Capital Partners. Hallhuber setzte im Geschäftsjahr 2013 109,2 Millionen Euro um, für das laufende Geschäftsjahr erwartet das Unternehmen einen Umsatz von rund 140 Millionen Euro. Es beschäftigt rund 1.500 Mitarbeiter und betreibt 94 eigene Geschäfte. Gerry Weber hatte im Geschäftsjahr 2012/2013 einen Umsatz von 852 Millionen Euro erzielt. Es rechnet damit, dass Hallhuber im Geschäftsjahr 2014/2015 einen positiven Beitrag zum operativen Ergebnis und zum Ergebnis pro Aktie leisten wird. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Er wird voraussichtlich durch die Aufnahme langfristiger Fremdmittel finanziert werden, wie Hallhuber in der Pressemitteilung anlässlich des Deals schreibt. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung. In Zukunft plant Gerry Weber auch in der Männermode zuzukaufen, wie CFO und Vorstandssprecher David Frink dem Handelsblatt sagte. Beraten wurde Gerry Weber von PwC unter der Federführung von Henning Rolf und Sven Riemenschneider.

HeidelbergCement trennt sich von Hanson Building Products

HeidelbergCement will sein Bauproduktegeschäft Hanson Building Products in Nordamerika und Großbritannien verkaufen. Käufer ist eine amerikanische Tochtergesellschaft von PE-Investor Lone Star Funds, die nicht näher benannt wird. Der Gesamtkaufpreis liegt bei 1,4 Milliarden US-Dollar, wovon abhängig vom Geschäftserfolg in 2015 ein Betrag von maximal 100 Millionen US-Dollar im Jahr 2016 zahlbar wird. Mit dem Verkauf will HeidelbergCement die Fokussierung auf die Veredelung von Rohstoffen für die Kernprodukte Zement und Zuschlagstoffe sowie nachgelagerte Betonaktivitäten vorantreiben. Der Verkaufserlös soll zur Reduzierung der Finanzverbindlichkeiten verwendet werden.

Balda: Ärger mit M&A-Deal

Der Kunststoffproduzent Balda hat Ärger mit einem M&A-Deal in den USA: Die Verkäufer der ehemaligen C. Brewer Company (inzwischen umbenannt in Balda C. Brewer) haben eine Schiedsklage gegen Balda erhoben, der den Kunststoffspritzgusshersteller im Dezember 2012 übernommen hatte. Balda zahlte damals für C. Brewer sowie HK Plastics Engineering rund 43 Millionen Euro inklusive einer Earn-Out-Klausel von rund 3,8 Millionen Euro für C. Brewer. Die Verkäufer werfen Balda nun vor, das Erreichen dieser Klausel beeinflusst zu haben. Sie nennen keine Details zu dem angeblichen Vorgehen von Balda. Balda teilte mit, das Unternehmen halte die Klage für unbegründet, aufgrund des laufenden Rechtsstreits könnten aber keine weiteren Auskünfte erteilt werden.

Rocket Internet gründet Joint Venture

Der Internetinkubator Rocket Internet will ein Joint Venture mit der Philippine Long Distance Telephone Company, einem Telekommunikationsanbieter auf den Philippinen, gründen. Bei dem Unternehmen handelt es sich um ein globales Joint Venture für Mobile-First-Bezahllösungen mit Fokus auf Emerging Markets, wie Rocket Internet ankündigte. Beide Partner beteiligen sich mit jeweils 50 Prozent. Die Philippine Long Distance Telephone Company ist mit 6,6 Prozent an Rocket Internet beteiligt, das geplante Gemeinschaftsprojekt wurde als eine globale Partnerschaft bereits im Zuge des Investments in Rocket vor dem Börsengang 2014 konzipiert und angestoßen. Der Investor steuert im Rahmen des Joint Ventures seine Rechte am geistigen Eigentum, die Plattformen sowie das operative Geschäft seiner Mobile-First-Bezahllösung Smart e-Money (SMI) bei. SMI hat im Jahr 2013 Transaktionen in Höhe von rund 3,4 Milliarden Euro durchgeführt. Über finanzielle Details ist nichts bekannt, der Abschluss der Transaktion wird im ersten Quartal 2015 erwartet.

Fortschritt bei Verkauf der MS Deutschland

Die insolvente MS Deutschland scheint einen Käufer gefunden zu habenVerkauf der MS Deutschland auf der Zielgeraden. Es „existiert eine Vereinbarung über den Erwerb der MS Deutschland mit einem Investor“, sagte der Insolvenzverwalter Reinhold Schmid-Sperber in einer Pressemitteilung. Doch wer dieser Investor sein soll, ist noch unklar. Zunächst hatte es Gerüchte gegeben, dass die US-Reederei Crystal Cruises das Unternehmen für 50 Millionen Euro kaufen wird, doch das Unternehmen widersprach diesen Gerüchten: „Es gab und gibt keinerlei Angebote von Crystal Cruises für die MS Deutschland oder die Reederei – und folglich auch keine Vereinbarungen.“ Der frühere Mitgesellschafter PE-Investor Callista gilt bislang als Favorit im Bieterprozess.

Hawesko: Großaktionär Meyer baut seinen Anteil aus

Im Übernahmekampf um den Weinhändler Hawesko konnte nun Hawesko-Aufsichtsratsmitglied und Großaktionär Detlev Meyer seine Beteiligung ausbauen. Ein Vorstandsmitglied verkaufte an ihn knapp 70.000 Anteilsscheine für insgesamt fast 2,8 Millionen Euro, wie es in einer Pflichtmitteilung des Unternehmens heißt. Damit hält die Meyer-Holding Tocos rund 34 Prozent der Hawesko-Aktien, Hawesko-Vorstandschef Alexander Margaritoff hält rund 30 Prozent der Anteile. Im November kündigte Meyer an, Hawesko übernehmen zu wollen. Das Angebot von 40 Euro je Aktie hält der Hawesko-Vorstand allerdings für zu niedrig und stemmt sich gegen die Übernahme.

Bilfinger und DBAG mit wichtigen M&A-Deals vor Weihnachten

Kurz vor Weihnachten ist es Bilfinger noch gelungen, den geplanten Verkauf des Ingenieur- und Tiefbaugeschäfts zu besiegeln. Käufer des Geschäfts, das Bilfinger zufolge im Jahr 2014 mit 1.900 Mitarbeitern voraussichtlich eine Leistung von 600 Millionen Euro erzielen soll, ist der Schweizer Bau- und Dienstleistungskonzern Implenia. Der Verkauf war eine der wichtigsten Aufgaben, die der scheidende Bilfinger-CFO Joachim Müller noch unter Dach und Fach bringen musste.

Ebenfalls vor Weihnachten hat auch die Deutsche Beteiligungs-AG mit einem dritten Neu-Investment innerhalb weniger Wochen überrascht: Der PE-Investor kauft die Eisengießerei Gienanth von der Gienanth Holding. Nach eigenen Angaben setzt Gienanth rund 150 Millionen Euro um. Über den Kaufpreis ist nichts bekannt. Zuvor investierte die DBAG in den Folienherstellers Huhtamaki Films und den Schwetzinger Maschinenbauer Pfaudler.

MeinFernbus und Flixbus fusionieren

Großfusion am Fernbusmarkt: Die beiden Marktführer MeinFernbus und Flixbus schließen sich zusammen und wollen nach Europa expandieren. Bei dem Zusammenschluss mischt auch PE-Investor General Atlantic mit, der in das neue Unternehmen investieren will: „In Deutschland hat sich der Fernbus-Verkehr seit der Marktliberalisierung Anfang 2013 sprunghaft entwickelt und verspricht weitere Wachstumsraten“, so der Deutschlandchef von General Atlantic, Jörn Nikolay. Auch die beiden FlixBus-Investoren Holtzbrinck und UnternehmerTUM wollen das neu fusionierte Unternehmen unterstützen.

Takkt veräußert die Konzernsparte Plant Equipment Group

Die Takkt Gruppe, ein B2B-Versandhandelsunternehmen für Geschäftsausstattung mit rund 2.500 Mitarbeitern, veräußert ihre Konzernsparte Plant Equipment Group an das US-Unternehmen Global Industrial. Die Konzernsparte gehörte bisher zum Geschäftsbereich Takkt America und vertreibt als Industrieausstatter Produkte aus den Bereichen Transport, Lager und Betrieb an Unternehmen in den USA, Kanada und Mexiko. 2013 setzte sie rund 104 Millionen Dollar um. Der vereinbarte Verkaufspreis beträgt 25 Millionen US-Dollar frei von Finanzschulden. „Die Veräußerung wird voraussichtlich zu einem Ergebnisbeitrag in geringer einstelliger Millionen Euro-Höhe führen“, sagte Takkt-CFO Claude Tomaszewski anlässlich des Deals.

M&A-Personalien

Der Münchner Partner Benedikt Hohaus wurde von der Partnerversammlung mit Wirkung zum neuen Jahr zum Mitglied des Managementboards der Kanzlei P+P Pöllath + Partners gewählt. Er folgt in dieser Position Matthias Bruse, der im rollierenden Besetzungsverfahren nach dreijähriger Amtszeit aus dem Board ausschied. Als einer von zwanzig Münchner Partnern berät Hohaus in den Bereichen Private Equity, M&A und Gesellschaftsrecht. Spezialisiert ist er dabei auf die rechtliche Beratung von Managementbeteiligungen und Management Buy-Outs/-Ins sowie auch auf die Beratung im nationalen und internationalen Steuerrecht.

Die Anwaltskanzlei Willkie Farr & Gallagher hat zum 1. Januar 2015 Maximilian Schwab (36) und Axel Wahl (36) zu National Partnern ernannt. Beide waren in den vergangenen Jahren an wesentlichen M&A-Deals beteiligt, wie beispielsweise dem Verkauf des Hochleistungskeramikherstellers CeramTec an Cinven durch Rockwood für 1,5 Milliarden Euro oder den Verkauf von TeamViewer durch GFI Software an Permira.

Die Beratungs- und Prüfungsgesellschaft Rödl & Partner baut das Transaktions- und Bewertungsteam am Standort Eschborn aus. Zum 1. Januar 2015 hat Jochen Reis die Leitung des Bereichs Transaction and Valuation Services in Eschborn übernommen, er kam gemeinsam mit Tobias Beine von PwC zu Rödl & Partner. Jochen Reis hat in der Transaktionsberatung von PwC mehr als 150 Projekte für PE-Häuser, mittelständische Unternehmen und internationale Konzerne im In- und Ausland durchgeführt. Tobias Beine war bei PwC im Bereich Kapitalmarkttransaktionen, Wirtschaftsprüfung und Due Diligence tätig.

Weitere M&A-Deals

Der Spielehersteller Ravensburger hat die Holzeisenbahnmarke Brio vom schwedischen Investor Proventus übernommen. Der Kaufpreis ist nicht bekannt. Brio erzielte zuletzt mit 80 Mitarbeitern einen Umsatz von 38 Millionen Euro. Der Umsatz von Ravensburger betrug 2013 rund 360 Millionen Euro.

Goldman Sachs ist beim größten deutschen Online-Brillenhändler Mister Spex eingestiegen. Die Investmentbank will 20 Prozent am Unternehmen erwerben. Mit dem neuen Kapital von 32 Millionen Euro will Mister Spex seine Präsenz außerhalb Deutschlands ausbauen.

Der australische Finanzinvestor Macquarie Capital beteiligt sich mit 49,89 Prozent am Offshore Windpark EnBW Baltic 2 der EnBW Energie Baden-Württemberg. Der Kaufpreis für die Anteile beträgt 720 Millionen Euro. Die Anteile werden voraussichtlich im Sommer nach der kartellrechtlichen Freigabe und der Inbetriebnahme des Windparks an den Investor übergehen. „Damit haben wir im Bereich Wind-Offshore bereits das zweite Beteiligungsmodell erfolgreich umgesetzt“, betont Thomas Kusterer, Finanzvorstand der EnBW. Die EnBW hatte bereits 2010 für den ersten kommerziellen Offshore-Windpark ein Beteiligungsmodell angeboten.

Der Life Sciences-Konzern Roche mit Hauptsitz in Basel hat Dutalys erworben, ein in Privatbesitz befindliches Biotechnologieunternehmen mit Sitz in Wien. Roche zahlt an die Dutalys-Eigentümer 133,75 Millionen US-Dollar, bis zu weitere 355 Millionen US-Dollar sind von der Erreichung gewisser festgelegter Milestones abhängig. Beraten wurde Roche von der Rechtsanwaltskanzlei Schönherr unter der Federführung von Florian Kusznier.

Das österreichische Verpackungsunternehmen Constantia Flexibles hat einen neuen Besitzer. Der US-amerikanische PE-Investor One Equity Partners und die H. Turnauer Stiftung haben das Unternehmen  an das französische Investmenthaus Wendel verkauft. Der Käufer beziffert den Wert des Konzerns inklusive Schulden auf 2,3 Milliarden Euro. Beraten wurde Wendel von Willkie Farr & Gallagher und Binder Grösswang, One Equity Partners wurde von Freshfields Bruckhaus Deringer und die H. Turnauer Stiftung von Kuhn beraten.

Das japanische Unternehmen Minebea und die Development Bank of Japan haben die Industrial Technologies-Sparte vom Göttinger Labor- und Prozesstechnologieanbieter Sartorius übernommen. Die Sparte setzte 2013 rund 102 Millionen Euro um und beschäftigt 700 Mitarbeiter. Minebea hat insgesamt 51 Prozent erworben, die Development Bank of Japan hält die restlichen 49 Prozent. Beraten wurden die Käufer von Arqis Rechtsanwälte, Sartorius wurde von Allen & Overy beraten.

Der bayerische Aufzugteilehersteller Wittur ist an den Finanzinvestor Bain Capital Europe verkauft worden. Wittur gehörte zuvor den PE-Investoren Triton und Capvis. Beraten wurde Bain Capital von Hengeler Mueller (Federführung: Hans-Jörg Ziegenhain und Steffen Oppenländer).

Die BASF-Gruppengesellschaft Wintershall Holding hat ihre 15-prozentige Beteiligung an der South Stream Transport B.V. an OAO Gazprom veräußert. Über die Höhe des Kaufpreises haben die Parteien Stillschweigen vereinbart.

Die Track Tec Gruppe, Anbieter von Gleisoberbaumaterialien, hat die Industrieweichen- und Spannklemmenproduktion der ThyssenKrupp GfT Gleistechnik am Standort Coswig erworben. Beraten wurde der Käufer von Arqis Rechtsanwälte.

Der Schweizer Rohstoff-Handelsriese Glencore will offenbar über seine niederländische Tochtergesellschaft die Prokon Pflanzenöl in Magdeburg übernehmen, wie dpa berichtet. Prokon Pflanzenöl ist eine Tochtergesellschaft des insolventen Windenergieunternehmens Prokon in Itzehoe, sie ist von der Insolvenz aber nicht betroffen. Prokon Pflanzenöl produziert Pflanzen- und Speiseöle sowie Biodiesel aus Raps.

Die Verlagsgruppe Gruner + Jahr hat ihre Mehrheitsbeteiligung an der indischen MaXposure Media-Gruppe an den indischen Medienunternehmer Prakash Johari verkauft. Beraten wurde Gruner + Jahr von einem DLA Piper-Team um Benjamin Parameswaran.

Die BWK Unternehmensbeteiligungsgesellschaft hat eine stille Beteiligung an der Hewi G. Winker in Spaichingen erworben, einem Spezialisten für Muttern-Verbindungstechnik im Automobilbereich. Über den Kaufpreis ist nichts bekannt. 2013 hat Hewi mit 555 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 114 Millionen Euro erwirtschaftet.

Oettinger Davidoff, ein Hersteller von Premium Zigarren mit Hauptsitz in Basel, hat einen 25-prozentigen Anteil an Bluebell Cigars in Asien übernommen. Der Vertrag räumt dem Käufer das Recht ein, seine Firmenanteile sukzessive auf einen Mehrheitsanteil zu erhöhen. Über den Kaufpreis ist nichts bekannt. Oettinger Davidoff hat zuletzt mit über 3.500 Mitarbeitern 1,2 Milliarden Schweizer Franken erwirtschaftet. Bluebell beschäftigt über 2.300 Mitarbeiter.

Der insolvente Flughafen Zweibrücken wird an die Immobilienentwicklungsgesellschaft Triwo verkauft. Die Gläubigerversammlung hatte am 30. Dezember 2014 zugestimmt, nachdem sich auch der Gläubigerausschuss für den Verkauf ausgesprochen hatte. Triwo will rund 17 Millionen Euro in das Gelände und die Schaffung neuer Arbeitsplätze investieren.

Die Setter Papierverarbeitung mit Sitz in Emmerich, ein Unternehmen der Gesco-Gruppe, übernimmt über eine Tochtergesellschaft den Geschäftsbetrieb des amerikanischen Herstellers von Papierstäbchen Setterstix mit Sitz in New York.

Die Münchner Industrieholding Adcuram hat ihr Tochterunternehmen Nuvisan Pharma Holding, ein mittelgroßes klinisches Forschungsunternehmen, an ein süddeutsches Family Office und das Managementteam um Dietrich Bruchmann verkauft. Nach dem Verkauf des Spätphasengeschäfts an den japanischen Strategen Linical im November 2014 wurde somit auch das Frühphasengeschäft verkauft. Adcuram erwirtschaftet mit sechs Tochterunternehmen und rund 3.000 Mitarbeitern weltweit rund 700 Millionen Euro Umsatz.

Die börsennotierte M.A.X. Automation, tätig im Bereich Automatisierungslösungen, hat 100 Prozent der Anteile an der Tochtergesellschaft Euroroll mit Sitz im münsterländischen Ascheberg, einem  Hersteller von antriebslosen Rollenbahnsystemen, veräußert. Käufer ist die auf mittelständische Unternehmen spezialisierte Beteiligungsgesellschaft Fortas. Beraten wurde M.A.X. von cf:M.

Die amerikanische Topcon-Positioning-Gruppe hat Wachendorff Elektronik mit Sitz in Geisenheim (Hessen), einen Hersteller von Steuersystemen für Fahrzeuge in der Land- und Bauwirtschaft und Industrie, sowie die US-Tochtergesellschaft Wachendorff Electronics erworben. Die Wachendorff-Familie wurde beim Verkauf durch die Kanzlei Heymann & Partner in Frankfurt beraten. Die Beratung des Käufers Topcon erfolgte durch die Kanzlei Osborne Clarke in Düsseldorf.

Wessels + Müller, ein international agierender Großhändler im Ersatzteilemarkt für PKWs und NKWs, übernimmt die Anteile an der Trost Unternehmensgruppe von den Aktionären der Trost, der Gründerfamilie Trost und der Joachim Herz Stiftung. Die Gruppe erwirtschaftete mit rund 4.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 825 Millionen Euro. Wessels + Müller hatte im Jahr 2013 3.300 Mitarbeiter und der Gruppenumsatz betrug rund 841 Millionen Euro. Beraten wurde die Trost durch ein Team von Baker Tilly Roelfs um Heinrich Thiele und Michael Mette.

Die US-amerikanische Carbonite, Anbieter von Cloud- sowie hybriden Backup- und Recovery-Lösungen mit Sitz in Boston, hat die MailStore Software mit Sitz in Viersen übernommen, einen Spezialisten für E-Mail-Archivierungslösungen. Beraten wurde Carbonite von Fieldfisher unter Federführung von Felix Wittern und Florian Streiber.

Die Cordes-Gruppe aus Bremerhaven  hat die in der holzverarbeitenden Industrie tätige Rettenmeier-Gruppe mit Sitz im bayerischen Wilburgstetten übernommen. Verkäufer ist eine Treuhandgesellschaft unter der Leitung des Hamburger GÖRG-Partners und Treuhandexperten Thorsten Bieg. Bei dem Deal wurde der Verkäufer durch CMS Hasche Sigle unter der Federführung von Jörg Lips und Jochen Lux beraten.

Die Beteiligungsgesellschaft Seafort Advisors plant den Verkauf der Emder Werft und Dockbetriebe in Emden an Thyssen Krupp im ersten Quartal, sobald die notwendigen Genehmigungen und Zustimmungen vorliegen. Seafort wurde von einem CMS-Team um Tobias Schneider beraten.

julia.becker[at]finance-magazin.de

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