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Siemens macht Sparten-CFO zur Investor-Relations-Chefin

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Eva Scherer wird Investor-Relations-Chefin beim Technologiekonzern Siemens. Foto: Siemens
Eva Scherer wird Investor-Relations-Chefin beim Technologiekonzern Siemens. Foto: Siemens

Siemens bekommt eine neue Investor-Relations-Chefin. Zum 1. Oktober beruft der Dax-Konzern Eva Scherer auf die Position. Die 38-Jährige ist derzeit noch Finanzchefin der zwei Geschäftseinheiten Rail Infrastructure und Software bei Siemens Mobility. Ein Unternehmenssprecher teilte auf FINANCE-Anfrage mit, dass für diese Funktion noch kein CFO-Nachfolger gefunden ist.

Der Anlass ihres Wechsels ist der Abgang der bisherigen Leiterin der Nachhaltigkeitsabteilung, Jenny Bofinger. Die 41-Jährige wird am 1. Dezember zum Mitglied des neu gegründeten International Sustainability Standards Board (ISSB) berufen und verlässt Siemens, wie das Unternehmen gegenüber FINANCE bestätigte. An Bofingers Stelle als Nachhaltigkeitschefin tritt die bisherige Leiterin der Investorenkommunikation, Eva Riesenhuber – und Scherer wiederum übernimmt Riesenhubers Amt als Investor-Relations-Leiterin.

Der ISSB wurde als Gremium auf der UN-Klimakonferenz in Glasgow 2021 gegründet und hat die Aufgabe, internationale Standards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung von Unternehmen zu erarbeiten. Sitz des Gremiums, das unter dem Dach der gemeinnützigen International Financial Reporting Standards Foundation (IFRS) beheimatet ist, ist Frankfurt.

CFO Eva Scherer ist Siemens-Eigengewächs

Scherer ist ein Eigengewächs von Siemens. Wie ihrem Profil bei dem Karrierenetzwerk „Linkedin“ zu entnehmen ist, ist Scherer bereits seit 2003 im Unternehmen tätig, sie startete dort damals als Trainee. Über die Jahre hat sie sich vom Einkauf über das Controlling hin zur Spartenfinanzchefin hochgearbeitet.

Zwischen 2011 und 2016 war sie in verschiedenen Funktionen am Unternehmensstandort in Singapur tätig. Im Juli 2020 wurde sie zunächst zur CFO von Rail Infrastructure ernannt, im Mai dieses Jahres kam die CFO-Verantwortung für den Geschäftsbereich Mobility Software hinzu. Mit der langjährigen Berufserfahrung bei Siemens dürfte Scherer den Konzern sehr gut kennen.

„Ich freue mich sehr, gemeinsam mit Eva Scherer den Kapitalmärkten die finanzielle Stärke des Unternehmens zu demonstrieren,“ lässt sich Siemens-CFO Ralf P. Thomas zitieren, an den Scherer auch berichten wird. Sie habe praktische Erfahrungen in den drei Industriebereichen von Siemens und eine starke Erfolgsbilanz in den wichtigsten Finanzdisziplinen des Unternehmens, sagt Thomas, der selbst ein Siemens-Eigengewächs ist, weiter.

Eva Riesenhuber war im M&A-Team von Siemens

Auch Eva Riesenhuber, die neue Nachhaltigkeitschefin, kennt den Siemens-Konzern ihrem „Linkedin“-Profil zufolge schon lange: Im Jahr 1998 arbeitete sie für knapp ein Jahr bei Siemens in Jakarta. Zwischenzeitlich hatte die 49-Jährige allerdings immer mal wieder berufliche Stationen bei anderen Unternehmen, unter anderem bei Kanzleien in New York und Berlin.

2012 ging Riesenhuber zurück zum Münchener Technologiekonzern, wo sie für mehr als fünf Jahre Teil des M&A-Teams war. Nach einer rund zweieinhalbjährigen Station als Managing Director and Global CFO beim Start-up-Investor Next47 in München kehrte Riesenhuber im Oktober 2020 zum dritten Mal zu Siemens zurück. Außerdem hat sie seit Dezember 2020 einen Posten im Aufsichtsrat von Siemens Mobility inne. Riesenhuber berichtet an Judith Wiese, Chief People and Sustainability Officer bei Siemens.

Eva Riesenhuber wird Nachhaltigkeitschefin bei Siemens. Foto: Siemens

Riesenhuber berichtet an Judith Wiese, Chief People and Sustainability Officer bei Siemens. Sie werde mit den Leitern der Geschäftsbereiche „zusammenarbeiten, um Lösungen und neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, die die Ambitionen für CO2-Neutralität und Ressourceneffizienz unterstützen“, erklärt Wiese die neuen Aufgaben von Riesenhuber. Darüber hinaus soll sie „sicherstellen, dass die anderen Schlüsselelemente des Nachhaltigkeitsansatzes von Siemens kontinuierlich weiterentwickelt, gestärkt und umgesetzt“ werden.