Al-Ko Kober

07.03.18
CFO

CFO-News: Pfleiderer, Vonovia, Innogy

Al-Ko-Manager Nico Reiner ist neuer CFO bei Pfleiderer, Finanzvorstand Stefan Kirsten verlässt Vonovia und Hans Bünting springt für den schwer verletzen Innogy-CFO Bernhard Günther ein. Alle CFO-News der Woche finden Sie im FINANCE-Ticker.

Nico Reiner wird neuer Pfleiderer-CFO

Der Holzverarbeiter Pfleiderer hat Nico Reiner zum neuen CFO bestellt. Er wird sein neues Amt Anfang April von Richard Mayer übernehmen, der das Unternehmen verlassen wird. Pfleiderer befand sich bis 2016 im Besitz des Finanzinvestors Atlantik, der den Holzspezialisten saniert hatte. Der Exit des PE-Hauses gelang über einen sogenannten Reverse-Takeover: In diesem Zuge hatte Pfleiderers eigene börsennotierte Osteuropa-Tochter den Konzern aufgekauft. Atlantik konnte seine Anteile durch dieses Manöver über die Börse verkaufen.

Der designierte CFO Reiner war vor seinem Wechsel unter anderem in verschiedenen Führungspositionen bei dem Beratungs- und Investmentunternehmen Droege & Comp sowie von 2005 bis 2014 als Finanzvorstand des Bauzulieferers Schüco tätig. Zuletzt verantwortete er als Finanzvorstand die Bereiche Controlling, Rechnungswesen, Steuern und Revision des Autozulieferers Al-Ko Kober. Die Leitung über den Finanzbereich bei Al-Ko Kober wird ab April der Vorstandsvorsitzende Stefan Kober übernehmen. 

Finanzvorstand Stefan Kirsten verlässt Vonovia

Stefan Kirsten verlässt Vonovia nach mehr als sieben Jahren als Finanzvorstand. Wie Deutschlands größter Immobilienkonzern bekanntgab, habe sich der 57-Jährige dazu entschieden, sein Amt zur Hauptversammlung im Mai niederzulegen.

Kirsten ist seit 2011 CFO von Vonovia, die seinerzeit noch unter Deutsche Annington firmierte. Damals lastete ein existenzbedrohender Schuldenberg auf den Bochumern, die sich im Besitz des Private-Equity-Investors Terra Firma befanden. In seiner Amtszeit refinanzierte Kirsten die 5,8 Milliarden Euro schwere Grand-Verbriefung und führte Deutsche Annington an die Börse. Später fusionierte der Immobilienkonzern mit dem MDax-Konkurrenten Gagfah. Der M&A-Deal ebnete letztlich Vonovias Weg in den Dax. Für seine Arbeit zeichnete FINANCE Stefan Kirsten im November zum „CFO des Jahres 2017“ aus.

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Prof. Dr. A. Stefan Kirsten, Vonovia SE

Stefan Kirsten arbeitet nach dem Studium zunächst bei Arthur Andersen in der Wirtschaftsprüfung. Im Oktober 1987 wechselt er zu Rheinmetall Wehrtechnik, wo er Assistent des CEO wird. Nach einer Station im Controlling des Markenartiklers WMF sowie in der Finanzabteilung von EMI Music wechselt Kirsten 1996 als Group Controller zum Handelskonzern Metro, wo er 2000 Finanzvorstand wird.

2002 wechselt er als CFO zu ThyssenKrupp, bevor er 2007 als CEO des Handels- und Immobilienkonzerns Majid Al Futtaim Group in die Vereinigten Arabischen Emirate geht. Nach Stationen bei der Managementberatung SCCO International und der portugiesischen Unternehmensgruppe Jeronimo Martins SGPS wechselt Stefan Kirsten im Januar 2011 als CFO zur Deutschen Annington, die sich nach der Übernahme von Gagfah in Vonovia umbenennt. Im November 2017 wird Kirsten für seine Arbeit zum CFO des Jahres 2017 gekürt.

Im Mai 2018 verlässt er das Unternehmen auf eigenen Wunsch.

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Die Nachfolgerin des Managers steht bereits fest: Helene von Roeder übernimmt die Finanzverantwortung bei den Bochumern. Ihre Vorstandsberufung hatte Vonovia zu Beginn des Jahres publik gemacht. Seinerzeit hieß es noch, sie werde in dem Gremium für das Controlling zuständig sein. Helene von Roeder ist derzeit noch Deutschlandchefin der Credit Suisse.

Bünting übernimmt Innogy-Finanzen interimistisch

Nach dem Säureanschlag auf Innogy-CFO Bernhard Günther übernimmt Vorstandskollege Hans Bünting dessen Aufgaben bei dem Energiekonzern vorübergehend. Bünting ist bisher für die erneuerbaren Energien bei der RWE-Ökostromtochter zuständig.

Günther war am Sonntagmorgen in Haan bei Düsseldorf von zwei unbekannten Tätern mit Säure übergossen worden. Der Manager war Medienberichten zufolge gerade auf dem Rückweg vom Brötchenholen. Günther zog sich schwere Verletzungen zu, ist aber außer Lebensgefahr. Die Hintergründe der Tat sind noch unklar.

Daniela Hommel neue Finanzchefin bei Helios Health

Daniela Hommel übernimmt Anfang April das Amt der Finanzgeschäftsführerin bei der Krankenhausholding Helios Health, die die beiden Fresenius-Klinikketten Helios und Quirònsalud bündelt. Zuletzt verantwortete die 42-Jährige den Bereich Compliance bei dem Gesundheitskonzern Fresenius, nachdem sie zuvor bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG tätig war.

Bei Helios Health wird sich Hommel unter anderem der Hebung von Synergien zwischen Helios und Quirònsalud sowie der Anbahnung weiterer Zukäufe widmen. Derzeit betreibt Fresenius unter dem Dach der Holding mehr als 150 Kliniken, in denen jährlich 15 Millionen Patienten behandelt werden.

Finanzchef Daniel Seibert verlässt Nanogate

Der Finanzchef von Nanogate, Daniel Seibert, verlässt das auf Hightech-Oberflächen spezialisierte Unternehmen Ende August aus „persönlichen Gründen“. Einer Unternehmensmitteilung zufolge bleibt Seibert auch über das Ende seiner Vertragslaufzeit im Amt, bis sein Nachfolger ab September den CFO-Posten übernehmen wird. Der Nachfolger sei bereits gefunden, Nanogate verriet den Namen jedoch noch nicht.

Seibert ist seit sechs Jahren Finanzchef von Nanogate. In dieser Zeit brachte er das Unternehmen an das neue Börsensegment Scale und war für die Übernahme der US-Gesellschaft Jay Plastics verantwortlich. Vor seinem Wechsel zu Nanogate war Seibert unter anderem Finanzchef des Biotech-Unternehmens Geneart sowie von der Renergys Group, einem Unternehmen, das sich auf erneuerbare Energien fokussiert. 

Dominik Asam verlängert bei Infineon bis 2023

Der Halbleiterhersteller Infineon hat Finanzvorstand Dominik Asam für weitere fünf Jahre an sich gebunden. Wie der Dax-Konzern mitteilte, verlängerte der Aufsichtsrat den Vertrag des Managers, der am gestrigen Dienstag seinen 49. Geburtstag feierte, bis Dezember 2023. Asam gehört dem Infineon-Vorstand seit 2011 an. Sein aktueller Vertrag wäre 2018 ausgelaufen.

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Dominik Asam, Infineon Technologies AG

Von 1996 bis 2003 hat Asam verschiedene Positionen innerhalb des Investmentbankings bei Goldman Sachs inne. Unter anderem verantwortet er als Executive Director das Investmentbanking für Halbleiterunternehmen in Europa. Anschließend wechselt er zum Halbleiterhersteller Infineon, wo er bis 2005 zunächst die Bereiche Investor Relations, M&A und Ventures leitet, später kommt noch die Verantwortung für die Unternehmensstrategie hinzu.

2005 wechselt Asam für die folgenden fünf Jahre zu Siemens. Hier arbeitet er in diversen Führungspositionen, zunächst als Mitglied der Geschäftsführung von Siemens Financial Services, später als Corporate Vice President & Treasurer der Siemens AG. Und zuletzt als CEO von Siemens Financial Services. 2010 wechselt Asam zu RWE, wo er für kurze Zeit das Konzerncontrolling leitet, bevor er im Januar 2011 zu Infineon zurückkehrt und dem Vorstand beitritt. Seitdem ist er CFO. 

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Weitere Personalien

Der Milchverarbeiter Meggle hat Stefan Schmale zum neuen Finanzvorstand berufen. Schmale wird sein Amt Anfang April antreten. Der 55-Jährige arbeitete zuletzt acht Jahre als kaufmännischer Geschäftsführer der Paulaner Brauerei. In seiner neuen Position wird er für die Bereiche Finanzen, Controlling und IT verantwortlich zeichnen. Gleichzeitig mit der Berufung Schmales zum CFO ernannte Meggle Marcus Hormuth zum Vorstand für den Bereich Funktionale Produkte und Matthias Oettel zum Vorstand für den Bereich Consumer Products.

Das Schweizer Wäscheunternehmen Calida hat in Sacha Gerber einen Nachfolger für seinen scheidenden CFO Thomas Stöcklin gefunden. Der 43-jährige Gerber wird sein neues Amt spätestens im September antreten. Er ist derzeit noch CFO beim Schweizer Lebensmittelkonzern Hero.

Eva Meyer-Schipflinger ist neue Finanzchefin beim österreichischen Arm des Versicherers Allianz. In ihrer neuen Position leitet sie die Bereiche Bilanzierung/Rechnungswesen, Controlling, Aktuariat Leben/Kranken und das Risikomanagement. Die 48-Jährige leitete vor ihrer Ernennung das Office des CFOs der Allianz-Gruppe, nachdem sie zuvor unter anderem „Regional Chief Financial Officer“ Allianz Asia Pacific in Singapur gewesen war. Ihre Vorgängerin Christina Franz wird „ihre Karriere innerhalb der Allianz“ fortführen, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Günther Binder ist offenbar seit Anfang des Monats neuer Finanzchef bei Plasser & Theurer, einem Entwickler und Produzenten von Bahnbaumaschinen, wie das Onlineportal „Börse-Express“ berichtet. Der 43-Jährige zeichne dem Bericht zufolge für die Bereiche Finanzen, Rechnungswesen, Recht und Compliance sowie Personal verantwortlich. Binder habe die vergangenen zehn Jahre als Vorstand für Finanzen und IT beim Baumaschinenhersteller Wacker Neuson gearbeitet, heißt es weiter.

Stefan Herb ist seit Anfang des Monats neuer CFO des Immobilienunternehmens Fair Value Reit. Davor war er seit Oktober 2017 als Leiter Beteiligungsmanagement/Treasury bei der Muttergesellschaft Demire Deutsche Mittelstand Real Estate tätig. Fair-Value-Reit-Vorstandsmitglied Patrick Kaiser wird hingegen sein Amt Ende April niederlegen.

Die Westermann-Gruppe, ein Anbieter von Bildungsmedien, erweitert zum 1. April seine Geschäftsführung um die Position des CFOs und besetzt sie mit Timo Blümer. Der 45-Jährige wird die kaufmännische Leitung des Unternehmens sowie die Leitung der drei Druckereien und der Verlagsauslieferung der Westermann-Gruppe übernehmen. Blümer war zuletzt seit 2014 als kaufmännischer Geschäftsführer des Verlags Gräfe und Unzer tätig.

Der Hemden- und Männermodenspezialist Walbusch muss sich einen neuen kaufmännischen Geschäftsführer suchen. Der derzeitige Finanzchef Cord Henrik Schmidt wird das Solinger Unternehmen Mitte September mit Ablauf seines Vertrages verlassen. Wer die Nachfolge von Schmidt antreten wird, ist bisher nicht bekannt.

Im Zuge der personellen Neuaufstellung beim Automobilzulieferer Brose wird Niklas Beyer ab dem 1. Mai die kaufmännische Leitung des Unternehmens übernehmen. Beyer war zuletzt Geschäftsführer Finanzen des Konkurrenten FTE Automotive. Er folgt auf Volker Herdin.

Rainer Stötzel, seit Anfang 2001 Finanzvorstand des Augenimplantatspezialisten Human Optics, wird das Unternehmen auf eigenen Wunsch Ende Juni verlassen. Die Aufgaben des 53-Jährigen werden zunächst vom Vorstandsvorsitzenden Pierre Billardon übernommen. Für die Zukunft ist vorgesehen, den Vorstand wieder zu verstärken und ein neues Mitglied zu berufen.

Die Fintech Group Bank, eine hundertprozentige Tochter des Finanzdienstleisters Fintech Group, hat mit Wirkung zum 15. Februar Hans Peter Peters zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden berufen. Muhamad Chahrour wechselt dafür aus dem Aufsichtsrat in den operativen Betrieb der Fintech Group Bank, um zusätzlich zu seiner Tätigkeit als Finanzvorstand der Gruppe ab sofort als Generalbevollmächtigter der Bank operative Zuständigkeiten in den Wachstumsbereichen zu übernehmen.

Die Gießereigruppe Dihag hat in Benno Hank einen neuen Finanzchef gefunden. Gemeinsam mit dem ebenfalls neu berufenen CEO Ralf Schmitz soll er das Unternehmen leiten. Sowohl Hank als auch Schmitz kommen von der Düsseldorfer Unternehmensberatung Schmitz & Partner.

Bernhard Frisch verantwortet als neuer kaufmännischer Geschäftsführer die Bereiche Controlling Buchhaltung und Personal des Spezialmaschinenhersteller Bausch+Ströbel. Der 49-Jährige kommt von Schunk, einem Unternehmen für Greifsysteme und Spanntechnik, wo er ebenfalls kaufmännischer Geschäftsführer war.

Stefan Schönauer wird auch in den kommenden zwei Jahren Finanzvorstand des Immobilienunternehmens Immofinanz bleiben. Der Aufsichtsrat hat seinen Vertrag vorzeitig bis April 2021 verlängert. Der 38-Jährige zeichnet seit März 2016 unter anderem für die Bereiche Rechnungswesen, Controlling, Konsolidierung und Steuern verantwortlich.

Der Aufsichtsrat des Softwareunternehmens Mobotix hat den Vertrag von CFO Klaus Kiener um weitere drei Jahre bis Ende März 2021 verlängert. Kiener leitet die Ressorts Finanzen, Controlling, Organisation, IT-Services, Einkauf, Logistik und Produktion.

André von Holtzapfel hat Anfang des Monats als Managing Director die Leitung des Frankfurter Büros der Restrukturierungsberatung One Square Advisors übernommen. Seine Vorgängerin Petra Brenner hat das Beratungsunternehmen verlassen. Von Holtzapfel wird in seiner neuen Position neben der operativen Führung auch weiterhin die Finanzierungsaktivitäten von One Square steuern. Vor seiner Beförderung er als Senior Advisor bei One Square tätig, nachdem er zuvor unter anderem Mitglied der Geschäftsleitung der Beteiligungsgesellschaft VR Equity Partner (damals DZ Equity Partner) war.

jakob.eich[at]finance-magazin.de

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