Fresenius' Stephan Sturm wurde gestern Abend von FINANCE zum CFO des Jahres gekürt.

FRANKFURT BUSINESS MEDIA/A. Varnhorn

13.11.14
CFO

Stephan Sturm ist CFO des Jahres 2014

Fresenius-CFO Stephan Sturm ist am Galaabend der 10. Structured FINANCE zum CFO des Jahres 2014 gekürt worden. Der gewiefte Dealmaker hat die Wachstumsstory des Dax-Konzerns mächtig befeuert – und vor kurzem sein Meisterstück abgeliefert.

Fresenius-CFO Stephan Sturm ist CFO des Jahres 2014:. Sturm erhielt den Preis beim Galaabend der 10. Structured FINANCE in Karlsruhe für den bemerkenswerten Beitrag, den er mit seinem Finanzteam und seinen Finanzierungsmaßnahmen für die dynamische Entwicklung des Fresenius-Konzerns geleistet hat.

Sturm ist seit 2005 Finanzvorstand des börsennotierten Familienunternehmens, nachdem er zuvor in leitender Funktion bei der Investmentbank Credit Suisse First Boston gearbeitet hatte. Sturms Bilanz seit Amtsantritt: Umsatz verdreifacht, Ebit vervierfacht, Aktienkurs verfünffacht. In Sturms Anfangsjahren noch im MDax notiert, bringt Fresenius bei Umsatz und Börsenwert inzwischen jeweils mehr als 20 Milliarden Euro auf die Waage.

Dazu hat auch die ehrgeizige M&A-Agenda der vergangenen Jahre beigetragen. Alle zwei Jahre im Schnitt managte Sturm einen großen Zukauf für Fresenius. Sein Meisterstück lieferte der 51-Jährige im vergangenen Jahr ab. Nachdem Fresenius noch im ersten Anlauf mit der Übernahme der Klinikkette Rhön am Widerstand von Großaktionären gescheitert war, umging Sturm in einem der raffiniertesten M&A-Manöver der vergangenen Jahre die komplizierte Rhön-Satzung und brachte den Zukauf ein Jahr später als Asset Deal doch noch unter Dach und Fach: Rund 40 Rhön-Kliniken wanderten für 3,1 Milliarden Euro zu Fresenius.

Bastian Frien: „Stephan Sturm hat immer geliefert“

Sturms Kapitalmarktstrategie ist von wesentlicher Bedeutung für den Wachstumskurs des Konzerns. Weit über 10 Milliarden Euro hat der CFO für den Konzern fremdfinanziert. Am Bondmarkt  hat Sturm Fresenius zum Inbegriff des Crossover-Segments gemacht. Obwohl das Management ein Investmentgrade-Rating explizit nicht anstrebt, finanziert sich der Konzern am Bondmarkt zu erstklassigen Konditionen.

Das liegt auch an dem Vertrauen, das die Marktteilnehmer den Fähigkeiten des Finanzchefs entgegen bringen. „Stephan Sturm hat sich eine enorme Reputation erarbeitet. Er hat immer geliefert, darum genießt er fast unbegrenztes Vertrauen. Und darum gelingen ihm auch immer wieder erstaunliche Finanzierungen“, sagte Laudator Bastian Frien, Geschäftsleiter des Verlagshauses Frankfurt Business Media, das FINANCE herausgibt. 

Stephan Sturm ist der 10. CFO des Jahres

Stephan Sturm ist der zehnte Preisträger des Awards „CFO des Jahres“, der jedes Jahre im Rahmen der Structured FINANCE“ verliehen wird. Vor ihm erhielten die Auszeichnung bereits die Finanzchefs Thomas Treß (Borussia Dortmund; 2013), Peter Sielmann (Neumann Gruppe; 2012), Lothar Steinebach (Henkel; 2011), Alfried Bührdel (Ströer Out-of-Home Media ; 2010), Klaus Rosenfeld (Schaeffler; 2009), Dieter Bellé (Leoni; 2008), Georg Kellinghusen (Alno; 2007), Rüdiger A. Günther (Claas; 2006) und Alan Hippe (Continental; 2005).

michael.hedtstueck[at]finance-magazin.de