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Restrukturierungsnews: Sopronem, Adler Mode, Air Berlin

Der Waschmittelhersteller Sopronem hat im Insolvenzprozess keinen neuen Investor gefunden.
Der Waschmittelhersteller Sopronem hat im Insolvenzprozess keinen neuen Investor gefunden. Foto: WavebreakMediaMicro - stock.adobe.com

Sopronem muss Geschäftsbetrieb einstellen

Der Waschmittelproduzent Sopronem mit zuletzt 170 Beschäftigten muss den Betrieb einstellen. Wie der vorläufige Insolvenzverwalter Stephan Michels (Michels Insolvenzverwaltung) mitteilte, hat sich „trotz weitreichendem Investorenprozess und zahlreichen Gesprächen mit Finanz- und strategischen Investoren“ kein neuer Eigentümer für das insolvente Unternehmen gefunden.

Sopronem mit Sitz in Greven stellte flüssige Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel her und hat im Juni dieses Jahres Insolvenzantrag gestellt. Michels führt mehrere Gründe für die Zurückhaltung auf Investorenseite an: So seien Vorgängerunternehmen in den vergangenen Jahren bereits mehrfach in der Insolvenz gewesen, zudem leide der Markt unter Überkapazitäten und gestiegenen Rohstoffpreisen. Sopronem hätte zudem „mit hohem finanziellen Aufwand“ restrukturiert werden müssen.

Adler Mode schließt Insolvenzverfahren ab

Nach gut sieben Monaten haben die Adler Modemärkte ihr Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung abgeschlossen. Generalbevollmächtigter war Christian Gerloff (Kanzlei Gerloff Liebler), Sachwalter war Tobias Wahl (Anchor Rechtsanwälte). Damit wird die Zeitfracht Gruppe neuer Alleineigentümer des Modehändlers. Die neuen Besitzer wollen den E-Commerce bei Adler stärken und die logistischen Abläufe verbessern.

Die Gläubiger können Wahl zufolge laut Insolvenzplan mit „einer erkennbaren Quote auf ihre Forderungen“ rechnen. Details zur Quote sind noch nicht bekannt. Der Fall Adler hatte für Aufsehen gesorgt, weil der Händler als erstes insolventes Unternehmen ein Darlehen aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds (WSF) erhalten hat. Adler beschäftigte vor der Insolvenz rund 3.200 Mitarbeiter. Durch die Übernahme bleiben 130 Filialen und gut 2.600 Arbeitsplätze erhalten.

Air-Berlin-Forderungen stehen zum Verkauf

Insolvenzverwalter Lucas Flöther will im Zuge der Air-Berlin-Insolvenz ein milliardenschweres Forderungspaket verkaufen. Begleitet wird der Investorenprozess von KEOS, einem Gemeinschaftsunternehmen von K&E Treuhand und One Square Advisors. Die Forderungen richten sich in erster Linie an den ehemaligen Anteilseigner Etihad, der über einen „Comfort Letter“ gewisse finanzielle Zusagen gemacht hat – ob diese allerdings als harte Patronatserklärung gewertet werden können, ist strittig.

Der Insolvenzverwalter will die Forderungen verkaufen. Foto: Air Berlin
Der Insolvenzverwalter will die Forderungen verkaufen. Foto: Air Berlin

Falls ein Gericht zu dem Schluss kommen sollte, dass Etihad nicht in Anspruch genommen werden kann, stehen allerdings mögliche Forderungen gegen die früheren Vorstände, deren D&O-Versicherungen und den Abschlussprüfer KPMG im Raum. Wenn Etihads „Comfort Letter“ nur als weiche Zusage gewertet wird, hätten die Verantwortlichen womöglich früher Insolvenzantrag stellen müssen. Erste Kaufinteressenten an dem Paket sollen sich bereits gemeldet haben.

Zahl der Zombie-Unternehmen nimmt weltweit zu

Durch die Coronavirus-Pandemie ist die Zahl der Zombie-Unternehmen weltweit noch einmal gestiegen, zeigt die Analyse „Einmal Zombie, immer Zombie?“ des Beratungshauses Kearney. Demnach hat sich die Zahl der Zombie-Unternehmen weltweit seit 2010 fast verdreifacht, auch befeuert durch den guten Zugang zu Liquidität. Der Zuwachs an Corona-bedingten Zombies lag weltweit bei durchschnittlich rund 13 Prozent. Steigende Zinsen könnten weitere Unternehmen in Schieflage bringen: Bei einem Anstieg des Zinssatzes um den Faktor 1,5 würde dem Beratungshaus zufolge die Anzahl der Zombies weltweit um 19 Prozent steigen, bei einem Zinsanstieg um den Faktor 2 könnte sie sich sogar um 39 Prozent erhöhen.

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Besonders stark ausgeprägt ist die „Zombifizierung“ unter kleineren Unternehmen mit einem Jahresumsatz unter 500 Millionen US-Dollar. Die Zahl der Zombies stieg von 594 im Jahr 2010 auf 1.743 Zombies im Jahr 2020. Im internationalen Branchenvergleich ist der Immobiliensektor Kearney zufolge am stärksten „zombifiziert“: 2020 hatte die Real-Estate-Branche mit 7,4 Prozent einen deutlich höheren Zombie-Anteil als die Automobilbranche (2,8 Prozent) und der Sektor Maschinenbau (3,1 Prozent). Für die Studie wurden rund vier Millionen Datensätze von etwa 67.000 börsennotierten Unternehmen aus 154 Branchen und 152 Ländern auf Zombie-Merkmale gemäß OECD-Definition untersucht.

Modekette Orsay erhält Mittel aus dem WSF

Orsay hat im August Mittel aus dem WSF erhalten. Foto: kalpis – stock.adobe.com

Der Modehändler Orsay mit Sitz in Willstätt (Baden-Württemberg) hat im August 33 Millionen Euro aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds erhalten. Das geht aus einer Liste auf der Homepage des WSF hervor. Die Zahl der Stabilisierungsmaßnahmen durch den WSF steigt damit insgesamt auf fast 8,7 Milliarden Euro. Orsay wurde 1975 gegründet und betreibt derzeit rund 700 Läden in über 30 Ländern in West- und Osteuropa.

Das baden-württembergische Willstätt ist auch der Deutschlandsitz der Modemarken Xanaka und Pimkie, die wie Orsay im Besitz der französischen Unternehmerfamilie Mulliez liegen. Pimkie hatte im vergangenen Jahr ein Schutzschirmverfahren beantragt.

Weitere Insolvenz- und Sanierungsverfahren

Die norddeutsche Speditionsgruppe Meyer will sich über eine Insolvenz in Eigenverwaltung sanieren. Zur Unternehmensgruppe gehören die Betriebe Jörg Meyer Transportservice, HMZ Transporte & Kurier sowie Senger. Sachwalter sind Bernd Sundermeier und Birte Seydlitz (Kanzlei Dr. Sundermeier & Seydlitz). Neue Geldgeber soll ein Investorenprozess liefern, der von Mentor begleitet wird.

In Österreich ist das Konkursverfahren über die auf Fahrzeugfinanzierung spezialisierte Wiener Autobank eröffnet worden. Die Finanzmarktaufsicht hatte der Bank Ende Juli die Fortführung des Geschäftsbetriebs untersagt. Berichten zufolge soll die Bank noch über liquide Mittel von weniger als 45 Millionen Euro verfügen, denen fällige Forderungen der Einlagensicherung Austria über knapp 73 Millionen Euro gegenüberstehen. Sollten alle Bankkunden die Einlagensicherung in Anspruch nehmen, könnten die Forderungen wohl noch auf rund 110 Millionen Euro ansteigen. Masseverwalter ist Norbert Abel (Abel Rechtsanwälte).

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Insolvenz

Welche Formen der Insolvenz gibt es? Welche Unternehmen sind betroffen? Die wichtigsten Praxistipps und aktuelle Fälle finden Sie hier.

Der Hersteller von chemischen Spezialerzeugnissen ACC Beku mit Sitz in Edenkoben hat Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Marc-Philippe Hornung von Schilling, Zutt & Anschütz bestellt. Das 1922 gegründete Familienunternehmen musste 2017 einen Großbrand verkraften und geriet zuletzt durch steigende Rohstoffpreise unter Druck. Die finanzielle Schieflage des Unternehmens sei nach den Angaben der Geschäftsführung auch auf die Preispolitik eines großen Kunden zurückzuführen, teilte Verwalter Hornung mit.

Über den Krefelder Tiefbauer Gebr. Kickartz ist das Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung eröffnet worden. Sachwalter ist Christoph Niering (Niering Stock Tömp), Generalbevollmächtigter ist Markus Küthe (Hedemann Küthe). Ein Investorenprozess ist Küthe zufolge bereits „weit fortgeschritten“, es gebe großes Interesse strategischer Investoren. Bis Ende September soll eine Lösung gefunden sein. Den Investorenprozess begleitet Döhmen Consulting.

Das Reinigungsunternehmen Riedel Glas- & Gebäudereinigung hat Insolvenzantrag gestellt. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Rolf Rombach (Rombach Rechtsanwälte) bestellt. Der Geschäftsbetrieb soll in vollem Umfang weiterlaufen, die Auftragslage des Unternehmens sei stabil, teilte er mit. Man werde nun „alle Sanierungsmöglichkeiten prüfen“.

Die 1990 gegründete Werbeagentur und Druckerei System Print Medien hat Insolvenz beantragt, der Geschäftsbetrieb läuft dem vorläufigen Insolvenzverwalter Rüdiger Bauch zufolge uneingeschränkt weiter. Die Suche nach möglichen Investoren soll zügig anlaufen. Als eine Ursache der wirtschaftlichen Schieflage nennt Bauch einen durch Überkapazitäten ausgelösten Preisverfall im Markt für Printprodukte. Zudem sei der Umsatz mit Kunden aus dem Kulturbetrieb aufgrund der Corona-Pandemie stark zurückgegangen.

Distressed M&A-Deals

Die neu gegründete Seico Verkaufsgeschäfte übernimmt im Zuge eines Asset Deals den Betrieb des Markt- und Imbisswagenanbieters Seico, der Ende März die Insolvenz in Eigenverwaltung beantragt hatte. Knapp 100 Arbeitsplätze bleiben dadurch erhalten. Hinter der neuen Betreibergesellschaft steht der bisherige Geschäftsführer und Mit-Gesellschafter Renko Schmidt. Die Eigenverwaltung begleiteten Rouven Quick (BBL Rechtsanwälte) und Hagen Biermann (Trentmann) als Generalbevollmächtigte, Sachwalter war Sebastian Ludolfs (Ludolfs Insolvenzverwalter). Das Beratungshaus Centuros verantwortete die Investorensuche im Rahmen des M&A-Prozesses.

Die Schließung von Gastro-Betrieben hat Eishändler Charlotte in Schieflage gebracht. (Foto: beats_ – stock.adobe.com)

Für die insolvente Charlotte Eismanufaktur, die rund 500 Handelspartner beliefert, läuft der Investorenprozess. Laut dem vorläufigen Insolvenzverwalter Andreas Liebaug (Schultze & Braun) liegen bereits Interessensbekundungen sowohl von strategischen als auch von Finanzinvestoren vor. Die Beratungsgesellschaft Mentor betreut das M&A-Verfahren.

Grund für die wirtschaftliche Schieflage war Liebaug zufolge der plötzliche Tod des früheren Geschäftsführers, der zugleich Hauptinvestor des Unternehmens war. Zudem sorgte die Pandemie-bedingte Schließung von Abnehmern aus der Gastronomie für Umsatzrückgänge.

Der strategische Investor Lothar Thoni übernimmt Guss-Sparte von C.F. Maier samt der 106 Mitarbeiter aus der Insolvenz in Eigenverwaltung heraus. Die Unternehmen C.F. Maier Giesserei Scheeff, C.F. Maier Metallbearbeitung und C.F. Maier Leichtgusswerk gehen zum 1. Oktober auf den neuen Eigentümer über. Zum Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Als Sanierungsgeschäftsführer war Marcus Katholing (Pluta Management) bei dem Unternehmen engagiert. Den Investorenprozess unterstütze ein M&A-Team von SGP Schneider Geiwitz Wieland Corporate Finance. Der Käufer wurde von der Kanzlei Wieschemann & Kollegen beraten. Sachwalter der drei Gesellschaften der Guss-Sparte war Martin Hörmann (Anchor Rechtsanwälte). Die Kunststoff-Gruppe von C.F. Maier war von der Antragstellung nicht betroffen.

Eine Investorengruppe unter der Führung des Unternehmers Ludger Gausling will den Küchenproduzenten Alma-Küchen übernehmen. Das teilte der vorläufige Insolvenzverwalter Michael Mönig (Mönig Wirtschaftskanzlei) mit. Die Mitglieder des vorläufigen Gläubigerausschusses haben dem ausgehandelten Kaufvertrag bereits einstimmig zugestimmt. Das Konzept der Investoren sichert Mönig zufolge die Übernahme aller 170 Beschäftigten. Die neuen Eigentümer wollen die Produktion effizienter gestalten und den Direktvertrieb von Einbauküchen ausbauen. Alma-Küchen hatte Ende Juni Insolvenzantrag gestellt.

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Distressed M&A

Die Coronakrise bringt einen Boom an Distressed M&A-Deals. Die wichtigsten Besonderheiten bei den Transaktionen und aktuelle Fälle gibt es hier im Überblick.

Für das insolvente Unternehmen Veris Nahrungsmittel hat Insolvenzverwalter Ingo Grünewald (Kanzlei Thomas B. Schmidt Insolvenzverwalter Rechtsanwälte) einen Investor gefunden. Die Convar-Gruppe führt den Betrieb des Nahrungsmittelproduzenten am Standort Simmern fort. Der Verwaltungssitz in Waldalgesheim wird in den Verwaltungssitz der Convar-Gruppe in Pirmasens integriert. Veris hatte Ende April Insolvenzantrag gestellt. Der Investorenprozess wurde von Mentor strukturiert. Die Geschäftsführung wurde im Insolvenzverfahren und im Restrukturierungsprozess von Benedikt M. Garçon von I-R-Consulting in Wiesbaden beraten.

Beendete Insolvenz- und Sanierungsverfahren

Der Werkzeughersteller Joh. Friedrich Behrens will seine Restbeteiligung am polnischen Joint Venture BizeA verkaufen und hat nach eigenen Angaben ein indikatives Angebot über 4,5 Millionen Euro erhalten. Dieser Wert liegt dem Unternehmen zufolge etwas oberhalb der Bewertung, die der Sachwalter im Gutachten zur Insolvenzeröffnung angesetzt hat. Die Gesellschaft bestätigt daher die erwartete Insolvenzquote zwischen 40 und 65 Prozent und eine erste Ausschüttung an die Gläubiger noch in diesem Jahr. Der operative Geschäftsbetrieb der Behrens-Gruppe ging im Juni für 27,9 Millionen Euro an eine Tochtergesellschaft von Greatstar Europe.

Die Bäckerei und Konditorei Eisold kann das Insolvenzverfahren abschließen, nachdem die Gläubiger dem von Insolvenzverwalter Christian Heintze (BBL Brockdorff) vorgelegten Insolvenzplan einstimmig zugestimmt haben. Mit dem Einstieg eines neuen Investors findet das Verfahren nach zweieinhalb Jahren einen Abschluss. Der Betrieb beschäftigt 117 Mitarbeiter.

Das DRK-Krankenhaus in Kassel hat außerhalb des durch den vorläufigen Insolvenzverwalter Franz-Ludwig Danko (Danko Insolvenzverwaltung) aufgesetzten M&A-Verfahrens in der Fresenius-Tochter Helios Kliniken einen neuen Eigentümer gefunden. Das Krankenhaus mit zwei Standorten in Nordhessen und mehr als 1.000 Mitarbeitern hatte Ende Juni Insolvenzantrag gestellt, als Sanierungsgeschäftsführer war Alexander Lottis (Endera-Gruppe) an Bord. Der Insolvenzantrag wird nun zurückgenommen. Der Gesellschafter DRK-Schwesternschaft Kassel wurde beraten von Luther (M&A, Federführung Thomas Köhler), Clairfield International (Finanzberatung) und der Kanzlei Semper Fidelis (insolvenzrechtliche Beratung). Helios wurde von Dentons begleitet. Das Kartellamt muss der Transaktion noch zustimmen.

Weitere Restrukturierungen und Branchennews

Der Hemdenhersteller Eterna verschiebt das Treffen der vom Restrukturierungsplan betroffenen Gläubiger. Wie das Unternehmen mitteilte, muss die ursprünglich für den 2. September anberaumte Versammlung der Planbetroffenen verschoben werden, weil sie „noch weiterer Vorbereitung bedarf“. Details dazu nannte Eterna nicht. Der neue Termin soll noch im September stattfinden. Eterna hat Anfang August eine präventive Sanierung nach dem Starug eingeleitet.

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Das ist der Rettungsplan von Eterna. Foto: Syda Productions - stock.adobe.com

Eterna will Gläubiger-Dilemma mit StaRUG-Verfahren lösen

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Eine präventive Sanierung im StaRUG-Verfahren soll den Hemdenhersteller Eterna retten. Die Gesellschafter um den Finanzinvestor Quadriga haben Zugeständnisse angekündigt. Und auch die Anleihegläubiger sollen herbe Einschnitte in Kauf nehmen.

Der VID, bislang als „Verband Insolvenzverwalter Deutschlands“ am Markt präsent, hat seinen Verbandsnamen um den Zusatz Sachwalter erweitert. Diese Namensänderung soll der Erweiterung der Aufgaben in Insolvenz- und Restrukturierungsverfahren Rechnung tragen. Zudem setzt sich der VID für ein allgemein verbindliches Berufsrechts für alle Amtsträger in diesen Verfahren ein. Bislang wurde dies politisch nicht umgesetzt. Der VID firmiert künftig als „Verband Insolvenzverwalter und Sachwalter Deutschlands“.

Der Vorstand der Progress-Werk Oberkirch hat nicht beanspruchte KfW-Kredite vorzeitig gekündigt. Die Kreditverträge aus dem KfW-Sonderprogramm 2020 („KfW-Unternehmerkredit“) über 30 Millionen Euro hatte das Unternehmen im Februar 2021 abgeschlossen, um seinen finanziellen Spielraum zu erweitern. Das gute Neugeschäft im ersten Halbjahr trage nun dazu bei, dass diese zusätzlichen Linien nicht benötigt würden. Mit der Kündigung der KfW-Kredite fällt für das Unternehmen auch das grundsätzliche Verbot von Dividendenzahlungen wieder weg.

Die neuesten Restrukturierer-Personalien

Die Restrukturierungsgesellschaft Pluta hat drei weitere Partner in die Gesellschaft aufgenommen: Mit Ruth Rigol, Heike Metzger und Markus Fünning wächst der Führungskreis auf 24 Gesellschafter. Rigol ist spezialisiert auf die Sanierung und Fortführung von Unternehmen in Eigenverwaltungs- und Regelinsolvenzverfahren und begleitete unter anderem die Restaurantkette Vapiano. Heike Metzger ist Fachanwältin für Insolvenzrecht und sanierte zuletzt einen insolventen Messedienstleister. Markus Fünning, Fachanwalt für Bank- und Kapitalmarktrecht, leitet zusammen mit Joachim Geßler bei Pluta das Geschäftsfeld Rechtsberatung.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de    

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Sabine Reifenberger ist Chef vom Dienst der FINANCE-Redaktion. Ihre redaktionellen Themenschwerpunkte sind Restrukturierung, die Transformation der Finanzabteilung und Finanzierungsthemen. Seit 2012 moderiert sie beim Web-TV-Sender FINANCE-TV. Außerdem verantwortet sie den Themenhub FINANCE-Transformation, die Distressed Assets Konferenz und das FINANCE CFO Panel. Die Politologin volontierte bei einer Tageszeitung und schrieb während des Studiums als freie Journalistin unter anderem für das Handelsblatt und die Financial Times Deutschland.

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