Getting Deals Done

Abonnements

Startseite Finanzierungen Shortseller-Attacken Adler Group: Das Aktuellste zur Shortseller-Attacke

Adler Group: Das Aktuellste zur Shortseller-Attacke

Der Immobilienkonzern Adler Group ist ins Visier des Shortsellers Fraser Perring geraten. Foto: ah_fotobox-stock.adobe.com

13. Januar 2022

11.30 Uhr: Immo-Deal mit KKR vollzogen

Die Adler Group hat nun auch den geplanten Deal mit dem Private-Equity-Investor KKR eingetütet. Der Verkauf von rund 14.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten in Ostdeutschland spült dem SDax-Konzern nach eigenen Angeben einen Nettoerlös von 600 Millionen Euro in die Kasse. Mit dem Geld will Adler seinen Verschuldungsgrad unter 50 Prozent senken. Zugleich teilte der Immobilienkonzern mit, den geplanten Verkauf von Teilen seines Portfolios nun weitgehend abgeschlossen zu haben.

3. Januar 2022

9:26 Uhr: Adler schließt Deal mit LEG ab

Der Verkauf von gut 15.000 Wohn- und Gewerbeimmobilien an den Wettbewerber LEG Immobilien ist abgeschlossen. Der Netto-Erlös von rund 800 Millionen Euro ist Adler zugeflossen. Das Geld soll „hauptsächlich“ in die Schuldensenkung gesteckt werden.

14. Dezember 2021

10.03 Uhr: Noch ein Hedgefonds zweifelt an Adlers Angaben

Der Londoner Hedgefonds Argonaut Capital Partners zweifelt an Zahlen, die Adler im Zusammenhang mit dem Verkauf eines Portfolios an die LEG genannt hat. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg, der ein Schreiben des Hedgefonds vorliegt. Das Schreiben sei an die Bafin gerichtet. Argonaut Capital ist wie Viceroy als Leerverkäufer in Adler investiert.

Laut Bloomberg weist der Hedgefonds die Bafin darauf hin, dass Adler in einer Telefonkonferenz mit Analysten zu dem Verkauf des Portfolios einen Preis genannt habe, der 130 Millionen Euro über dem von LEG genannten Preis liege. Zudem stelle er die von Adler angegebenen Transaktionskosten in Höhe von 100 Millionen Euro für den Deal infrage, da sie ihm zu hoch erscheinen. Der Verkauf an LEG ist ein wichtiger Deal für Adler, um den Beleihungsgrad zu senken. Außerdem betont Adler stets, dass die Einheiten über Buchwert verkauft wurden – und kontert damit die Vorwürfe von Fraser Perring, der behauptet, dass die Einheiten in den Bilanzen überbewertet ausgewiesen würden.

1. Dezember 2021

11.33 Uhr: Adler verkauft Immobilien an LEG

Adler hat wie geplant Teile des Portfolios an LEG verkauft. Es handelt sich dabei um 15.362 Wohn- und 185 Gewerbeeinheiten. Der Nettoerlös liegt bei 800 Millionen Euro, der Verschuldungsgrad LTV sinkt durch den Deal von 57 Prozent auf 52,7 Prozent. Der Verkauf zu einem Niveau über Buchwert sei ein klarer Beleg für die bilanzierten Werte des Portfolios der Adler Gruppe, heißt es – damit greift Adler die Vorwürfe von Fraser Perring auf, dass das Immobilienportfolio angeblich weniger wert sei, als von Adler in der Bilanz ausgewiesen.

Darüber hinaus verkauft Adler Real Estate alle Anteile an der börsennotierten Brack Capital Properties. Insgesamt fließen dem Unternehmen daraus 82,5 Millionen Euro zu. Mit den beiden Deals unternehme Adler wichtige Schritte in der Umsetzung der Strategie, betont das Unternehmen: Neben der Reduzierung des Verschuldungsgrad gehört dazu auch eine Fokussierung auf Wohnimmobilien in den Top-7-Städten Deutschlands. Ein anderer, Ende Oktober angekündigter Verkauf von Immobilien an eine nicht näher genannte Investmentgesellschaft soll bis Ende des Jahres in trockenen Tüchern sein, verspricht Adler.

Das Unternehmen war zuletzt erneut unter Druck geraten, nachdem der Quartalsbericht durchwachsene Zahlen präsentiert hatte. Vor allem dass die Beleihungsquote des Unternehmens um 2 Prozentpunkte auf 57 Prozent gestiegen war, missfiel den Aktionären.

8. November 2021

17.45 Uhr: Hat Adler Kreditlinie völlig ausgeschöpft?

Die Adler Group soll eine Kreditlinie in Höhe von 300 Millionen Euro vollständig abgerufen haben. Das berichtet Bloomberg unter Berufung auf einen Insider, ebenso das „Handelsblatt“. Das Immobilienunternehmen war für eine Stellungnahme gegenüber FINANCE zunächst nicht zu erreichen.

Das SDax-Unternehmen hatte den RCF erst im März mit Barclays, Deutsche Bank und J.P. Morgan Chase & Co. vereinbart. Im August war sie noch als verfügbare Liquidität aufgeführt. Bloomberg zufolge habe Adler noch Ende August gesagt, dass man nicht plane, die Linie vollständig auszuschöpfen. Adler war nach der Shortseller-Attacke durch Fraser Perring schwer unter Druck geraten, die Bond- und Aktienkurse waren zeitweise stark eingestürzt.   

28. Oktober 2021

13.04 Uhr: Adler bekommt neuen CDO

Bernd Schade wird zum 1. November neuer Chief Development Officer der Adler Group. Zudem wird er in den Vorstand der Konzerngesellschaft Consus Real Estate einziehen, wo das Geschäft mit der Projektentwicklung der Adler Group angesiedelt ist. Er tritt damit die Nachfolge von Jürgen Kutz an. Vor Kurzem kündigte Adler den Verkauf eines weiteren größeren Portfolios an und gab bekannt, sich künftig nur noch auf Wohnimmobilien in den Top-7-Städten zu konzentrieren. Das beinhaltet die Entwicklung von Immobilien, die nach Fertigstellung ins Portfolio des Unternehmens übergehen.

Schade werde „mit seiner Expertise und seiner ausgewiesenen Management-Kompetenz maßgeblich dazu beitragen, die Projekte der Gruppe erfolgreich voranzutreiben“, sagt Thierry Beaudemoulin, Co-CEO der Adler Group. „Bei Jürgen Kutz bedanken wir uns herzlich für langjährige erfolgreiche Arbeit insbesondere für Consus und seit dem Zusammenschluss für die Adler Group.“

Das Projektentwicklungsgeschäft bei Adler war auch Gegenstand der Kritik von Fraser Perring. Er behauptete, dass in diesem Segment Abschreibungen von bis zu 1,8 Milliarden Euro notwendig seien. In den Bilanzen von Adler wurde der Wert zuletzt mit 3,7 Milliarden Euro angegeben. Perring glaubt, dass das von Adler genutzte Restwertmodell für die Bewertung von Projekten auf zu optimistischen Annahmen beruhen würde und begründet dies damit, dass Adler einige Projekte in der Vergangenheit angeblich nicht fertiggestellt hatte.

26. Oktober 2021:

11:15 Uhr: Adler verkauft nächstes Großportfolio

Mit einer weiteren Milliardentransaktion versucht Adler, die Vorwürfe des Shortsellers Fraser Perring, das Immobilienvermögen sei überbewertet, zu entkräften: Für 1 Milliarde Euro verkaufen die Berliner ein Portfolio von rund 14.300 Immobilien aus Ostdeutschland an einen nicht genannten Investmentfonds. Der erzielte Verkaufspreis liegt laut Adler über dem aktuell ausgewiesenen Buchwert dieser Immobilien. Nach der Rückzahlung von Darlehen würden Adler nach Vollzug der Transaktion noch rund 600 Millionen Euro zufließen, wodurch der Verschuldungsgrad des Konzerns (Loan to value: LTV) unter 50 Prozent sinken soll. Das Signing soll im Dezember erfolgen, das Closing dann im ersten Quartal nächsten Jahres.

Erst vor zwei Wochen hatte Adler einen Deal mit LEG Immobilien geschlossen, wonach der Konkurrent für fast 1,5 Milliarden Euro Adler-Immobilien übernehmen soll. Die Adler-Aktie reagierte auf die neuerliche Verkaufsankündigung mit einem Kursanstieg von über 5 Prozent. Dieses Minus reduzierte sich dann nach wenigen Minuten allerdings schon wieder deutlich.

20. Oktober 2021

16.30 Uhr: Bafin gerät in Adler-Debatte unter Druck

Die deutsche Finanzaufsicht Bafin soll mehr Hinweise auf fragwürdige Adler-Geschäfte erhalten haben als bisher bekannt. Das besagt offenbar die Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage des Linken-Finanzpolitikers Fabio De Masi, aus der das „Handelsblatt“ zitiert. Demnach seien zwischen 2005 und 2020 insgesamt 14 Hinweise bei der Behörde eingegangen. Sechs davon bezogen sich auf die Fusion zwischen Adler Real Estate und Ado im Jahr 2019.

Anwälte der Kanzlei Hengeler Mueller sollen die Fusion als „problematisch“ eingestuft haben. Die Übernahme der Muttergesellschaft Adler durch ihre Enkelgesellschaft Ado sei „strukturell angreifbar“ und damit von der Bafin nicht zu billigen. Die Behörde ist dagegen der Meinung, es habe keine Gründe für eine Untersagung der Transaktion gegeben. Für das Geschäft zwischen Enkel- und Muttergesellschaft sei zudem die luxemburgische Finanzaufsicht CSSF zuständig, da die Adler Group einen Firmensitz in Luxemburg habe.

15. Oktober 2021

10.04 Uhr: Cevdet Caner bezeichnet Perring als „kriminellen Dummkopf“

In einem Interview mit dem „Handelsblatt“ hat sich der österreichische Investor Cevdet Caner erstmals ausführlich zum Viceory-Report geäußert. In dem Report behauptet der Shortseller Fraser Perring, dass ein Netzwerk rund um Caner von angeblich undurchsichtigen M&A-Deals bei Adler finanziell profitiere. Zudem impliziert er, dass in der Adler-Geschäftsführung faktisch Strohmänner sitzen würden, da in Wirklichkeit Caner das Unternehmen aus dem Hintergrund steuere. Daraufhin hatte Caner vor einigen Tagen Strafanzeige gegen Perring gestellt.

„Der Report ist eine intellektuelle Beleidigung“, so der österreichische Investor, der Perring im Interview mit dem „Handelsblatt“ auch als „kriminellen Dummkopf“ bezeichnet. Die Entwicklung von Adler habe er auf Aktionärsseite beratend begleitet, betont er. „Die Leute verbinden Adler mit mir, weil sie wissen, dass ich die Entwicklung der Gesellschaft mitgeprägt habe. Es gibt aber nicht den Puppenspieler Cevdet Caner, der alle anderen steuert.“ Zu Perrings Kritik, dass im Adler-Umfeld auffällig viele Caner-Vertraute wie etwa sein Schwager aktiv seien, sagt er: „Sippenhaft haben wir doch schon seit dem Mittelalter nicht mehr. Mein Schwager ist ein eigener Mensch, mit eigenen Teams und eigenem Büro. Er macht sein Business, und ich mache meines.“

13. Oktober 2021

15.39 Uhr: Cevdet Caner stellt Strafanzeige gegen Perring

Der österreichische Investor Cevdet Caner, der gemeinsam mit der Adler Group ins Visier von Fraser Perring geraten ist, hat bei der Staatsanwaltschaft Anzeige und Strafantrag gegen den Shortseller sowie andere am Viceroy-Bericht Beteiligte gestellt. „Der Strafanzeige liegt der begründete Verdacht zu Grunde, dass Fraser Perring und weitere Mitwirkende sich durch die Veröffentlichung ihres Berichts strafbar gemacht und hier insbesondere den Straftatbestand der Marktmanipulation gemäß § 119 WPHG verwirklicht haben“, heißt es in einer Mitteilung von Irle Moser Rechtsanwälte. Der zentrale Vorwurf sei die „Veröffentlichung eines nachweislich falschen Berichts mit dem Ziel, den Aktienkurs der Adler Group SA widerrechtlich und zum eigenen Vorteil des Fraser Perring und etwaiger Mittäter zu beeinflussen“.

Das Geschäftsmodell des Shortsellers wird in der Mitteilung als „zweifelhaft“ bezeichnet. Auch eine zivilrechtliche Klage gegen Perring und Viceroy Research in Deutschland, Großbritannien und den USA befinde sich in Vorbereitung. Viceory hat sich zu der Strafanzeige bereits geäußert: „Die Aktionäre werden weiterhin den Atem anhalten, da in diesem Schreiben nicht einmal der Versuch unternommen wird, unsere Beweise für Transaktionen mit verbundenen Parteien zu widerlegen.“

S&P Global hat derweil das langfristige Emittentenrating von Adler sowie die Ratings für die vorrangigen unbesicherten Schuldtitel des Unternehmens gesenkt. Die Ratingagentur setzte das Unternehmen auf „Credit Watch Negative“ und begründete diese Entscheidung mit einem „hohen Maß an Unsicherheit“ hinsichtlich des endgültigen Umfangs und des Zeitpunkts geplanter Veräußerungen von Vermögenswerten sowie der „Fähigkeit und Bereitschaft“ des Unternehmens zur Refinanzierung von Schuldtiteln mit kurzer Laufzeit.

11. Oktober 2021

04.50 Uhr: Adler verkauft Einheiten an LEG

Die Adler Group verkauft 15.350 Wohn- und 185 Gewerbeeinheiten an LEG Immobilien. Der Deal basiert auf einer Immobilienbewertung von rund 1,5 Milliarden Euro. Das liege über dem ausgewiesenen Buchwert, betont Adler. Das Unternehmen bleibt mit 10,1 Prozent an den „relevanten Gesellschaften“ beteiligt. Der Netto-Mittelzufluss liegt– nach Rückzahlung besicherter Darlehen – bei 800 Millionen Euro. Mit dem Deal will Adler die Verschuldungsquote drücken – eine Kennzahl, die der Shortseller Fraser Perring besonders ins Visier genommen hat.

8. Oktober 2021

13.51 Uhr: Adler veröffentlicht zweite Stellungnahme

Zwei Tage nach der Shortsteller-Attacke hat die Adler Group eine ausführlichere Stellungnahme auf den Weg gebracht. Die Aussagen im Viceroy-Report seien „irreführend und nicht korrekt“, heißt es darin. Bei den Angaben zum Wert des Immobilien- und des Entwicklungsportfolios sowie zur Durchführung von M&A-Deals beruft sich Adler auf Gutachten und Prüfungen Externer, insbesondere des Gutachters CBRE, des Beratungsunternehmens NAI Apollo sowie der Wirtschaftsprüfer und Berater KPMG, PKF Amit Halfon und PwC. Trotzdem kündigt Adler an, weitere externe unabhängige Prüfer und Berater zu beauftragen, um die Vorwürfe von Viceroy zu überprüfen. Weitere Stellungnahmen zu den Anschuldigungen sollen folgen.

Alles zum Thema

Adler – Im Visier des Shortsellers

Der berüchtigte Shortseller Fraser Perring wirft der Adler Group angeblichen Betrug und Täuschung vor. Nun beginnt der Schlagabtausch zwischen Perring und dem Immobilienkonzern – wer behält die Oberhand?

11.00 Uhr: Steigt Vonovia bei Adler ein?

Überraschend gibt der Großaktionär der Adler Group, Aggregate Holdings, bekannt, dass sich der Adler-Wettbewerber Vonovia Kaufoptionen für 13,3 Prozent an Adler gesichert hat. Die Optionen kann der Dax-Konzern innerhalb der nächsten 18 Monate ziehen. Aggregate hält derzeit 26,6 Prozent an Adler.

Im Gegenzug hat Vonovia Aggregate ein Darlehen in Höhe eines niedrigen dreistelligen Betrags ausgereicht. Die Mittel nutzt der Großaktionär, um ein bei Adler ausstehendes Darlehen zurückzuzahlen. Mit diesem Schritt will Vonovia „den Immobilienmarkt stabilisieren“, erklärt das Unternehmen.

6. Oktober 2021

17.36 Uhr: Adler kontert mit erster Stellungnahme, Bafin reagiert

Einige Stunden, nachdem der Shortseller-Fraser Perring einen Bericht mit heftigen Anschuldigungen veröffentlicht hatte, hat sich der Immobilienkonzern Adler erstmals offiziell dazu geäußert. Der Vorwurf, dass die bilanzierten Immobilienwerte zu hoch seien, „ist nachweislich falsch“, heißt es darin. „Die angesetzten Immobilienwerte wurden von unabhängigen, marktführenden Immobilienbewertern ermittelt und von finanzierenden Banken selbständig überprüft. Anders als in dem Report dargestellt, hat Adler allein in den vergangenen zwölf Monaten mehrere Portfolien an institutionelle Investoren verkauft, bei denen der Kaufpreis über dem von Adler ausgewiesenen Bilanzwert lag“, argumentiert das Unternehmen.

Entsprechend läge auch kein Kündigungsgrund bei den begebenen Anleihen vor. Der Report würde zudem „zahlreiche weitere nicht zutreffende Anschuldigungen“ beinhalten. Eine ausführlichere Stellungnahme soll „zeitnah“ kommen.

Zuvor reagierte schon die Bafin auf den Shortseller-Bericht: „Wir nehmen den Report ernst und überprüfen die darin erhobenen Vorwürfe. Wenn sich daraus Verdachtsmomente für Straftaten ergeben, zeigen wir diese bei der zuständigen Staatsanwaltschaft an“, so eine Sprecherin. Als Perring vor einigen Jahren in einem Report Vorwürfe gegen Wirecard erhoben hatte, unterließ es die Bafin, dem näher nachzugehen.

11.02 Uhr: Fraser Perring veröffentlicht Bericht zu Adler

Der berüchtigte Shortseller Fraser Perring, der hinter dem Research-Haus Viceroy steht, hat den Immobilienkonzern Adler Group ins Visier genommen. In einem 61-seitigen Bericht mit dem Namen „Bond-Bösewichte“ wirft er dem SDax-Konzern Betrug und finanzielle Falschdarstellung vor. Das Unternehmen sei eine „Brutstätte für Betrug, Täuschung und finanzielle Falschdarstellung“ mit dem Ziel, „die wahre Finanzlage zu verschleiern“, welche „düster“ sei, heißt es darin.

Perring hält den Wert des Immobilien- sowie des Entwicklungsportfolios für zu hoch und behauptet, dass milliardenschwere Abschreibungen notwendig seien. Infolgedessen sei auch der Verschuldungsgrad des Unternehmens (Loan to Value: LTV) zu niedrig ausgewiesen. Perring vermutet den LTV bei bis zu 87 Prozent, was allerdings zu einem Covenant-Bruch bei Adlers Anleihen führen würde, behauptet der Shortseller. Darüber hinaus wirft er dem Konzern undurchsichtige M&A-Deals vor, bei denen Dritte beteiligt sein sollen, die über die Deals angeblich Gelder aus dem Konzern ziehen würden. Der Aktienkurs stürzte daraufhin um fast 30 Prozent ab.

redaktion[at]finance-magazin.de

+ posts

Julia Schmitt ist Chef vom Dienst bei FINANCE-Online und Moderatorin bei FINANCE-TV. Sie betreut die Themenschwerpunkte Wirtschaftsprüfung, Controlling und Bilanzierung. Julia Schmitt hat einen Abschluss in Volkswirtschaftslehre und Publizistik und arbeitete während ihres Studiums unter anderem in der Online-Redaktion der ZDF heute.de-Nachrichten.