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Restrukturierungsnews: Commerzbank, Orsay, VST

Die Commerzbank kommt bei ihrer Neuausrichtung voran. Im Zuge der Transformation soll der Anteil der Führungspositionen sinken. Foto: Commerzbank
Die Commerzbank kommt bei ihrer Neuausrichtung voran. Im Zuge der Transformation soll der Anteil der Führungspositionen sinken. Foto: Commerzbank

Commerzbank will jede dritte Führungsposition streichen

Die Commerzbank hat mit den Arbeitnehmervertretern die Details zum Stellenabbauprogramm festgezurrt. „Mit dem Abschluss der Teilinteressenausgleiche haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht“, sagte CEO Manfred Knof. Man könne jetzt „die Transformation weiter zügig und mit voller Kraft vorantreiben“.

Die Zahl der Führungspositionen soll im Zuge des Umbaus um rund 30 Prozent sinken. Der Großteil des Abbaus soll über verschiedene Instrumente zum sozialverträglichen Stellenabbau erfolgen. Bis 2024 will die Bank brutto rund 10.000 Vollzeitstellen abbauen, mehr als die Hälfte wurde der Commerzbank zufolge bereits sozialverträglich geregelt.

Für das Beratungscenter soll spätestens im vierten Quartal 2022 ein Haustarifvertrag in Kraft treten, der eine Standortgarantie bis zum 31. Dezember 2027 umfasst. Das Beratungscenter soll als Eckpfeiler der Strategie im Geschäft mit Privat- und Unternehmerkunden die Beratung vor Ort ergänzen.

Orsay: Verkauf unter dem Schutzschirm?

Die Orsay GmbH, größte operative Gesellschaft des Modeunternehmens Orsay-Gruppe, hat ein Schutzschirmverfahren beantragt. Vorläufiger Sachwalter ist Felix Höpker (White & Case). Die GmbH betreibt das deutsche Filialnetzwerk des Modehändlers und erbringt zudem Zentralfunktionen für Tochtergesellschaften im Ausland.

Orsay hatte erst im August 33 Millionen Euro aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds WSF erhalten. Der Händler gehört wie auch das Schwesterunternehmen Pimkie der französischen Unternehmerfamilie Mulliez. Wie FINANCE aus unternehmensnahen Kreisen gehört hat, soll inzwischen ein M&A-Prozess unter Leitung von One Square Advisors für die Orsay-Gruppe angelaufen sein, der auch das Geschäft in Deutschland umfasst. Orsay selbst äußerte sich gestern auf Anfrage nicht zu dem M&A-Thema.

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In Schieflage: Orsay muss sich über ein Schutzschirmverfahren sanieren.

Modehändler Orsay geht ins Schutzschirmverfahren

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Die Modekette Orsay schickt ihre deutsche Gesellschaft in die Restrukturierung. Erst im August hatte das Unternehmen noch Mittel aus dem Wirtschaftsstabilisierungsfonds erhalten.

VST folgt Eyemaxx ins Sanierungsverfahren

Nur wenige Wochen nach der Insolvenz des Immobilienunternehmens Eyemaxx hat nun auch das eng mit ihm verflochtene Unternehmen VST ein Sanierungsverfahren im österreichischen Korneuburg beantragt. Im Falle von Eyemaxx ist dieser Gerichtsstandort umstritten, da Eyemaxx auch einen deutschen Firmensitz hat.

Auch die Sorgen um die Zahlungsfähigkeit der österreichischen VST waren in den zurückliegenden Wochen gewachsen. Das Unternehmen ist geschäftlich und personell mit Eyemaxx verbunden, Eyemaxx-CEO Michael Müller ist Aufsichtsratschef bei VST.

Das von VST gewählte Sanierungsverfahren sieht für die Gläubiger eine Quote von 20 Prozent vor, zahlbar innerhalb von drei Jahren. Der österreichische Anbieter von Hochbautechnologie hat auch Gläubiger in Deutschland, darunter Investoren einer Mittelstandsanleihe über 15 Millionen Euro, die an der Börse Frankfurt notiert ist.

Weitere Insolvenz- und Sanierungsverfahren

Der Küchenausstatter Lechner mit Sitz in Rothenburg ob der Tauber hat Insolvenzantrag gestellt. Betroffen sind die Gesellschaften Lechner Holding sowie D. Lechner. Als Grund nannte das Unternehmen gestiegene Material- und Logistikkosten sowie Lieferprobleme bei Vorprodukten. Ein zuvor bereits gestarteter Investorenprozess soll nun intensiviert werden. Der Hersteller von Küchenarbeitsplatte beschäftigt rund 600 Mitarbeiter. Vorläufiger Insolvenzverwalter ist Hubert Ampferl (Kanzlei Dr. Beck & Partner).

Die Insolvenzwelle in der Automotive-Branche geht weiter: Auch der Salzwedeler Autozulieferer TEC hat Insolvenzantrag gestellt, vorläufiger Verwalter ist Rüdiger Bauch (Schultze & Braun). Das Unternehmen ist auf Dichtungen und Gummiartikel spezialisiert. Als Grund für die Schieflage nannte TEC einen „deutlichen Auftragsrückgang“ durch den Hauptkunden.

Postcon durchläuft eine Insolvenz in Eigenverwaltung. Foto: Postcon

Der Briefzusteller für Geschäftskunden Postcon NRW will sich über eine Insolvenz in Eigenverwaltung sanieren. Vorläufiger Sachwalter ist Markus Kier (Piepenburg Rechtsanwälte). Der 2021 vom neuen Gesellschafter Tempus Capital, einem Private-Equity-Haus, eingesetzte Geschäftsführer Hans Peter Döhmen wird von McDermott Will & Emery beraten. Für den Sanierungsplan will das Unternehmen nun Gespräche mit Vertrags- und Geschäftspartnern führen.

Postcon NRW hat sich vor rund zwei Jahren aus dem Postcon-Konzern ausgegliedert und beschäftigt knapp 1.200 Personen. Im Sommer 2021 hat Tempus Capital die Anteile an Postcon NRW vollständig übernommen.

Die Landmolkerei Herzgut muss restrukturieren. Dies soll über eine Insolvenz in Eigenverwaltung gelingen. Als Sanierungsvorstand ist Gernot John in die Führung der Molkerei aufgerückt. Bernd Krumbholz (Krumbholz & Collegen) ist vorläufiger Sachwalter des Verfahrens, Stefan Ettelt (Kulitzscher & Ettelt) berät den Vorstand als Generalbevollmächtigter in insolvenzrechtlichen Fragen. Simon Leopold (ABG Consulting-Partner) berät im kaufmännischen Bereich sowie bei der Umsetzung des Sanierungskonzeptes. Als Grund für die Insolvenz nennt die Molkerei den kurzfristigen Wegfall eines zentralen Lieferanten. Parallel zu den Sanierungsbemühungen läuft ein Investorenprozess.

Wegen drohender Zahlungsunfähigkeit hat die Druckerei Abcdruck ein Eigenverwaltungsverfahren beantragt, vorläufiger Sachwalter ist Norman Häring (Kanzlei Tiefenbacher). Sebastian Netzel (Brinkmann & Partner) berät die Geschäftsleitung durch die Restrukturierung, zudem wird die Sanierung von Nikolaus Rupp (Digital CFO GmbH) begleitet. Das Unternehmen kämpft seit Beginn der Corona-Pandemie gegen Umsatzrückgänge. Ein neuer Investor soll dem Geschäftsbetrieb eine Zukunft bieten.

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Restrukturierung

Sparprogramme, Verlagerungen, Bilanzsanierung: Kaum ein Unternehmen kommt über die Jahre ohne eine Restrukturierung aus. Für Sanierungsberater ist das ein gutes Geschäft.

Der insolvente Logitiker Atloc Logistics soll neue Geldgeber bekommen. Dem vorläufigen Insolvenzverwalter Matthias Dieckmann (Kanzlei Dieckmann Kuhne Raith) zufolge laufen für den Mittelständler mit Tochtergesellschaften in Ungarn und der Slowakei bereits erste Investorengespräche. Ziel sei eine kurzfristige Lösung.

Das Unternehmen Elbferry, das erst im März den Fährbetrieb zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven aufgenommen hat, ist insolvent. Gründe seien die stark gestiegenen Preise für Treibstoff sowie eine geringere Auslastung durch Lastwagen als ursprünglich prognostiziert. In den zurückliegenden Jahren hatten auch schon mehrere andere Unternehmen versucht, einen wirtschaftlichen Fährbetrieb auf der Strecke zu etablieren – alle letztlich erfolglos.

Der österreichische Süßwarenhersteller Salzburg Schokolade, bekannt als Hersteller von Mozartkugeln, geht in ein Insolvenzverfahren. Betroffen sind dem Kreditschutzverband KSV zufolge 140 Mitarbeiter und mehr als 600 Gläubiger. Der jüngste Lockdown sowie Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Verpackungen hatten das Unternehmen zuletzt unter Druck gesetzt. Eine Tochterfirma in Tschechien ist von der Insolvenz nicht betroffen.

Distressed M&A-Deals

Für den insolventen Flughafen Frankfurt-Hahn ist der Investorenprozess angelaufen. Der vorläufige Insolvenzverwalter Jan Markus Plathner (Brinkmann & Partner) sucht dabei Investoren für die Gruppe und deren Vermögensgegenstände einschließlich der Immobilien. Den M&A-Prozess organisiert die Beratungsgesellschaft Falkensteg. Zum Flughafen Frankfurt-Hahn gehören mehrere Betriebsgrundstücke und Erweiterungsflächen, eine 3.800 Meter lange Start- und Landebahn sowie die 24-Stunden-Betriebsgenehmigung für den Flugbetrieb. Potentielle Investoren können bis zum 20. Dezember ihr Interesse anmelden.

Der neue Eigentümer Zeitfracht darf den zivilen Teil des Flughafens Rostock-Laage Güstrow privatisieren. Dazu haben die drei bisherigen Eigentümer ihre Zustimmung erteilt. Zeitfracht will an dem Standort unter anderem ein Logistikzentrum errichten und die Luftfracht mit dem Transport über Straße und Schiene verzahnen. Zudem soll die Forschung im Bereich Luft- und Raumfahrt geprüft werden. Der zivile Teil des Flughafen Rostock-Laage wird auf Basis eines Mitbenutzungsvertrages mit der Bundeswehr betrieben.

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Zeitfracht schlägt wieder am Distressed-Markt zu

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Die neue Zeitfracht-CFO Beate Schneider fädelt ihren ersten M&A-Deal ein: Der Logistiker will den angeschlagenen Flughafen Rostock-Laage kaufen. Zuvor erregte Zeitfracht schon mit dem Kauf der Modekette Adler Aufsehen.

Die Heinrich Rönner Gruppe aus Bremerhaven übernimmt die Stahlbauabteilung der Nobiskrug-Werft mit allen Beschäftigten. Der Standort Rendsburg bleibt erhalten, teilte Insolvenzverwalter Hendrik Gittermann (Kanzlei Reimer) mit. Der Werftenbetrieb von Nobiskrug ging bereits im Sommer an die Flensburger Schiffbau-Gesellschaft (FSG). Dem jetzigen Verkauf sei „ein monatelanger, intensiver Investorenprozess“ vorausgegangen, sagte Gittermann. Taylor Wessing hat den Insolvenzverwalter bei der Transaktion beraten.

Dalex Maschinenbau übernimmt den Geschäftsbetrieb des Wettbewerbers Augenstein Maschinenbau im Rahmen einer übertragenden Sanierung von Insolvenzverwalter Florian Zistler (Pluta). Neben den beiden Standorten wechseln auch 49 Mitarbeiter zum Käufer mit Sitz in Rheinland-Pfalz. Dalex mit derzeit 140 Mitarbeitern erweitert mit dem Kauf sein Angebot um die Komponente Fördertechnik.

Die Meesenburg Gruppe wird das Lager sowie die bestehenden Kundenaufträge des Oldenburger Fachgroßhandels Carl Wilh. Meyer aus der Insolvenz übernehmen, zudem mietet der Käufer die Immobilie. Meyer hatte Ende September Insolvenz beantragt, Insolvenzverwalter ist Hendrik Heerma (Fink Rinckens Heerma). Wie viele Beschäftigte die Meesenburg Gruppe übernehmen wird, steht noch nicht fest.

Der Investor Fontes Mittelstandskapital übernimmt die insolvente Fima Maschinenbau von Insolvenzverwalter Steffen Rauschenbusch (Ernestus Rechtsanwaltsgesellschaft). Damit sei die wirtschaftliche Grundlage für den zur Sanierung erforderlichen Insolvenzplan geschaffen, sagte Rauschenbusch. Die Gläubiger müssen nun noch über den Plan abstimmen. Die Insolvenz könnte dann im ersten Quartal 2022 beendet werden.

Der Geschäftsbetrieb des insolventen Unternehmens Duha Fertigteilbau geht im Zuge einer übertragenden Sanierung an die Mainka-Gruppe in Lingen. Über den Kaufpreis wurde Stillschweigen vereinbart. Das Investoreninteresse sei „sehr hoch“ gewesen, teilte Insolvenzverwalter Christian Kaufmann (Pluta) mit. Die Gläubiger könnten voraussichtlich „mit einer vollständigen Befriedigung ihrer Forderungen“ rechnen. Den M&A-Prozess begleitete ein Team von Wayes um Hamed Omumi. Alle derzeit beschäftigten 78 Mitarbeiter werden vom Käufer übernommen.

Beendete Insolvenz- und Sanierungsverfahren

Die Fachklinik Waldeck bei Rostock hat das Eigenverwaltungsverfahren abgeschlossen. Die Recura Kliniken haben den Betrieb übernommen, rund 220 Arbeitsplätze bleiben in der Fachklinik erhalten. Sanierungsgeschäftsführer war Burkhard Jung vom Beratungshaus Restrukturierungspartner. Der auf die Gesundheitsbranche spezialisierte Interimsmanager Dietmar Eine begleitete die Geschäftsführung durch die Restrukturierung, arbeits- und insolvenzrechtlich wurde das Unternehmen von Axel Dahms, Gerrit Hölzle und Clemens Scholz-Remes (alle Görg) beraten. Sachwalter war Christoph Morgen (Brinkmann & Partner).

Weitere Restrukturierungen und Branchennews

Der Paranussproduzent Hylea Group ringt um die Restrukturierung seiner Mittelstandsanleihe. Man versuche, gemeinsam mit dem gemeinsamen Vertreter eine Lösung zu finden, teilte Hylea mit. Das Unternehmen befinde sich „in Gesprächen mit verschiedenen potentiellen Finanzierungspartnern, die der Gesellschaft neue Finanzierungsmittel zur Verfügung stellen sollen“. Darunter seien auch Anleiheinvestoren. Hylea geht derzeit davon aus, dass diese jedoch keine weiteren Finanzierungsmittel bereitstellen wollten, die Verhandlungen mit weiteren Geldgebern dauern an.

Die Insolvenz des Zahlungsdienstleisters Wirecard könnte für den Wirtschaftsprüfer EY ein juristisches Nachspiel haben: Insolvenzverwalter Michael Jaffé soll Schadenersatzansprüche gegen das Big-Four-Haus prüfen, berichtet das „Handelsblatt“. Zunächst müsse dafür nun geklärt werden, ob EY bei der Prüfung und Testierung des Wirecard-Abschlusses schwerwiegende Fehler unterlaufen sind. Zuvor hatte der im Auftrag des Wirecard-Untersuchungsausschusses angefertigte Wambach-Bericht deutliche Kritik an der Prüfleistung von EY geäußert. Gegen Wirecard sind Gläubigeransprüche von insgesamt rund 12 Milliarden Euro aufgelaufen, durch Verkäufe wurden bislang erst etwa 500 Millionen Euro für die Insolvenzmasse erzielt. In einem Sachstandsbericht, aus dem mehrere Medien zitierten, geht Jaffé davon aus, dass Wirecards vermeintlich ertragreiches Drittpartnergeschäft nicht einmal in Teilen existiert habe.

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Der insolvente Zahlungsdienstleister Wirecard wird abgewickelt. Der FINANCE-Ticker fasst die wichtigsten Geschehnisse zu dem früheren Dax-Konzern zusammen.

Wirecard-Ticker: Das Aktuellste zum Bilanzskandal

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Im Wirecard-Skandal holt Insolvenzverwalter Michael Jaffé zum Schlag gegen mehrere hochrangige Vorstände aus. Mit seiner eingereichten Klage gerät auch der ehemalige CFO Alexander von Knoop ins Visier der Justiz. Alle neuen Entwicklungen im FINANCE-Ticker.

Im Insolvenzverfahren des Busausstatters Frenzel haben die Gläubiger eine erste Abschlagszahlung erhalten. Laut Insolvenzverwalter Michael Pluta (Kanzlei Pluta) wurden mit dieser ersten Zahlung rund 44 Prozent der angemeldeten Forderungen beglichen. Insgesamt rechnet er mit einer Quote von bis zu 50 Prozent. Ein Grund für die überdurchschnittlich hohe Quote sei die gefundene Nachfolgelösung. Frenzel hatte Ende 2018 Insolvenzantrag gestellt, im Herbst 2019 wurde der Betrieb im Rahmen einer übertragenden Sanierung verkauft. Das Verfahren wird voraussichtlich Ende 2022 abgeschlossen.

Die Gläubiger des insolventen Werkzeugherstellers Joh. Friedrich Behrens erhalten eine erste Zahlung. In einem ersten Schritt sollen 17 Millionen Euro verteilt werden, der Summe stehen bislang Forderungen von rund 44 Millionen Euro gegenüber. Damit liegt die erste Quote bei 38,5 Prozent. Die erwartete Insolvenzquote könne durch weitere Abschlagszahlungen im ersten Halbjahr 2022 auf eine Quote von insgesamt 60 bis 75 Prozent steigen. Zuvor war eine Quote von bis zu 50 Prozent in Aussicht gestellt worden.

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Insolvenz

Welche Formen der Insolvenz gibt es? Welche Unternehmen sind betroffen? Die wichtigsten Praxistipps und aktuelle Fälle in der Übersicht.

Die neuesten Restrukturierer-Personalien

Die Unternehmensberatung Falkensteg hat in dieser Woche ein neues Büro in Berlin eröffnet. Neben den angestammten Beratungsfeldern Distressed M&A, Debt Advisory, Restrukturierung und Real Estate soll das neue Büro auch Start-ups bei Finanzierungsthemen betreuen. Bislang hatte das Beratungshaus Büros in Düsseldorf, Frankfurt und München. Von Berlin aus will Falkensteg Unternehmen in Ostdeutschland stärker erreichen, speziell mit Fokus auf Real Estate.

Oliver Kehren ist neuer Vorstandschef der TMA. Foto: Morgan Stanley

Oliver Kehren, Managing Director bei Morgan Stanley, hat den Vorstandsvorsitz der Gesellschaft für Restrukturierung TMA Deutschland von Michael Baur (AlixPartners) übernommen. Baur bleibt mit Kolja von Bismarck, Partner der Kanzlei Sidley Austin, Mitglied im geschäftsführenden Vorstand. Georg Bernsau (K&L Gates) wurde als Schatzmeister wiedergewählt.

In den insgesamt elfköpfigen erweiterten Vorstand ziehen als neue Mitglieder Dorothee Prosteder (Noerr), Henning Block (Rothschild), Matthias Hofmann (Pohlmann Hofmann) und Timo Kamp (McKinsey) ein.

Wirtschaftsprüfer Daniel W. Flade wird Senior Advisor bei Excelliance. Sein Schwerpunkt liegt auf Restrukturierung und IDW-S6-Gutachten. Flade ist geschäftsführender Gesellschafter der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Exnet Audit, die künftig mit Excelliance im Bereich der finanzwirtschaftlichen Restrukturierung kooperiert.

Markus Schmid ist als Managing Director zum Beratungshaus Alvarez & Marsal gewechselt, wo er sich im Schwerpunkt um Restrukturierungen und Turnaround Management kümmern wird. Schmid war zuletzt Managing Director und Co-Head of Transformation Services DACH bei Kearney. Davor leitete er die Restrukturierungs- und Post-Merger-Division von Goetzpartners als Managing Director und war Mitglied der Geschäftsleitung. Er startete seine Karriere bei Andersen Consulting.

sabine.reifenberger[at]finance-magazin.de  

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Sabine Reifenberger ist Chef vom Dienst der FINANCE-Redaktion. Ihre redaktionellen Themenschwerpunkte sind Restrukturierung, die Transformation der Finanzabteilung und Finanzierungsthemen. Seit 2012 moderiert sie beim Web-TV-Sender FINANCE-TV. Außerdem verantwortet sie den Themenhub FINANCE-Transformation, die Distressed Assets Konferenz und das FINANCE CFO Panel. Die Politologin volontierte bei einer Tageszeitung und schrieb während des Studiums als freie Journalistin unter anderem für das Handelsblatt und die Financial Times Deutschland.