Nur angeschlagen oder schon ein Zombie? Bei Krisenfällen müssen Restrukturierer genau hinschauen.

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FINANCE+ 01.02.21
Wirtschaft

Insolvenzwelle, Zombies & Co.: Kommt die „Apocalypse now“?

Sorgen vor einer Insolvenzwelle und einem Heer von Zombie-Firmen dominieren die Schlagzeilen. Was ist wirklich dran an diesem apokalyptischen Ausblick? Unsere aktuelle Titelstory.

Für viele Unternehmen vom Großkonzern bis zum kleinen Mittelständler geht das Jahr 2021 so los, wie das alte endete: im Lockdown. Besonders für Branchen mit Publikumsverkehr ist es ein Desaster. Über Zuschüsse, Kurzarbeitergeld, KfW-Kredite und Bürgschaften hat die öffentliche Hand gigantische Beträge bereitgestellt oder garantiert, um die Einbußen abzufedern. Im Insolvenzrecht gab es Sonderregelungen für Corona-Geschädigte. Dennoch wächst die Unsicherheit, nicht zuletzt wegen der harten zweiten Welle. Besonders der stationäre Handel, dem auch noch das Weihnachtsgeschäft weggebrochen ist, kommt in die Bredouille. Jüngstes Beispiel: Adler Modemärkte, das im Januar Insolvenz in Eigenverwaltung beantragte.

Zu der drängenden Frage, wie Unternehmen überhaupt an die vielgepriesenen Hilfen kommen, gesellen sich hintergründigere: Wie viele Insolvenzanträge werden verzögert, die eigentlich gestellt werden müssten? Wie oft rutschen Unternehmen in die Förderung, denen eigentlich keine zusteht? Und wie viele Unternehmen sind dank Corona-Hilfen noch am Markt, obwohl sie aus eigener Kraft eigentlich gar nicht mehr lebensfähig wären?

Die Furcht vor solchen Zombie-Firmen, die ohne zukunftsfähiges Geschäftsmodell dahinvegetieren, wächst. Sie verzerren den Wettbewerb, die „gesündere“ Konkurrenz muss ohne Hilfen auskommen, die vielgerühmte „kreative Zerstörung“ findet nicht mehr statt – und fällt ein Zombie aus, ist der wirtschaftliche Schaden auch für Zulieferer und Geschäftspartner da.  

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