FINANCE

22.11.18
CFO

Die Hall of Fame der CFOs des Jahres

Gestern Abend kürte FINANCE wieder den CFO des Jahres. Der neue Preisträger Konstantin Sauer ist in guter Gesellschaft. Dies ist die Hall of Fame

Seit dem Jahr 2005 vergibt FINANCE alljährlich die Auszeichnung CFO des Jahres. Erster Preisträger war der damals erst 38-jährige Alan Hippe, der als einer der jüngsten CFOs aller Zeiten den Autozulieferer Continental zurück in den Dax führte. Gestern wurde in Stuttgart im feierlichen Rahmen des Galaabends der Structured FINANCE der Preisträger dieses Jahres gekürt. Er ist Mitglied einer erlesenen Gruppe. Dies sind alle CFOs des Jahres von 2005 bis 2018.

CFO des Jahres 2018 – Konstantin Sauer

Als Konstantin Sauer 2010 Finanzchef von ZF Friedrichshafen wurde, stand das Unternehmen vor zwei Herausforderungen: Die Größe von damals rund 13 Milliarden Euro reichte nicht aus, um in der erster Liga der globalen Automobilzulieferer mitzuspielen, und das Produktportfolio war stark auf nicht besonders zukunftsträchtige Geschäftsfelder ausgerichtet.

Unter tatkräftiger Begleitung von CFO Sauer stieß das Management von ZF Friedrichshafen eine tiefgreifende Transformation an, die 2015 in der Übernahme des US-Technologieunternehmens TRW Automotive gipfelte. Heute ist das Unternehmen rund 36 Milliarden Euro Umsatz schwer und gehört den weltweit führenden Entwicklern autonomer Fahrsysteme.

Ohne Zugang zu frischem Eigenkapital musste Finanzchef Sauer den kompletten Kaufpreis für TRW von 13 Milliarden US-Dollar jedoch fremdfinanzieren. Dies katapultierte das Stiftungsunternehmen an den Kapitalmarkt, wo ZF viele Monate lang weltweit der größte  Bond-Emittent war. Ein Meilenstein war auch die Platzierung des größten Schuldscheindarlehens aller Zeiten – es kam auf ein Volumen von 2,2 Milliarden Euro.

Konstantin Sauer meisterte diese Herausforderungen in bemerkenswerter Weise – und war auch zur Stelle, als sich um den Jahreswechsel 2017/2018 ein Führungsvakuum öffnete. Nach dem ungeplanten Rückzug des Vorstandschefs und des Aufsichtsratsvorsitzenden agierte Sauer drei Monate lang als Interims-CEO. Dort gelang es ihm, ZF Friedrichshafen auch in dieser schwierigen Phase auf Kurs zu halten.

CFO des Jahres 2017 – Stefan Kirsten

Als erster Finanzchef aus der Immobilienbranche wurde 2017 Vonovia-CFO Stefan Kirsten ausgezeichnet. Der promovierte Betriebswirt hat den Immobilienkonzern in seinen sieben Jahren im Amt von einem finanziellen Restrukturierungsfall in Private-Equity-Hand zu einem Dax-Konzern und klaren Marktführer gemacht

Der Weg dorthin war gespickt mit großen und durchgängig erfolgreichen Zukäufen – Vonovia konsolidierte den deutschen Wohnungsmarkt. Allein in die Akquisitionen von Gagfah, Südewo und Conwert investierte Vonovia fast 9 Milliarden Euro und wurde damit größter privater Bestandshalter von Wohnungen in Deutschland.

Der erfahrene Finanzchef, der zuvor unter anderem schon CFO von Metro und Thyssen Krupp gewesen war, trieb dieses bemerkenswerte Wachstum voran und sorgte für eine kostengünstige und stabile Finanzierungsbasis, was diesen Vormarsch erst möglich machte.

CFO des Jahres 2016 – Ralph Heuwing

Eine beeindruckende Erfolgsgeschichte schrieb Ralph Heuwing, CFO des Jahres 2016, beim Autozulieferer Dürr. Seit seinem Amtsantritt neun Jahre vor seiner Auszeichnung stieg Dürrs Umsatz um 170 Prozent, das Ebit vervierfachte sich, der Aktienkurs stieg sogar um den Faktor 5. Der frühere Strategieberater Heuwing trieb die profitable Wachstumsstrategie in den Emerging Markets voran, vor allem aber den Erwerb und die erfolgreiche Integration des Holzmaschinenbauers Homag, dessen Leitung er in der Integrationsphase persönlich übernahm.

Preiswürdig waren auch Heuwings kluge Umfinanzierungen und seine konsistente Kapitalmarktkommunikation. Als er CFO wurde, hatte Dürr das Vertrauen bei den Investoren verspielt. Doch viele Jahre später konnte Dürr schon etliche Preise für seine Investor-Relations-Arbeit und Geschäftsberichte vorweisen. Im Finanzierungsbereich verfolgte Heuwing konsequent das Ziel, die Abhängigkeit von Banken zu verringern.

CFO des Jahres 2015 – Alexander Selent

Im vergangenen Jahr konnte Alexander Selent sich über den Preis freuen. Der CFO von Fuchs Petrolub hat viel dazu beigetragen, den Schmierstoffproduzenten an der Börse zu etablieren und zu einem der solidesten deutschen Blue-Chip-Unternehmen zu machen.

Selent erhielt die Auszeichnung für sein Lebenswerk. Mit seinem Motto „Cash is King“ hat er dem Mannheimer Familienunternehmen zu beständigem Wachstum und einer sehr starken Bilanz verholfen. Die Preisverleihung stellte auch einen krönenden Abschluss seiner Karriere dar – Selent ist mittlerweile im Ruhestand.

CFO des Jahres 2014 – Stephan Sturm

Stephan Sturm wurde 2014 mit dem Titel ausgezeichnet. Die FINANCE-Redaktion wählte den Finanzchef von Fresenius aufgrund seiner tadellosen Wirtschaftsbilanz, den kluge Finanzierungsmaßnahmen und geschickten M&A-Manövern, die er für den Gesundheitskonzern durchführte.

Für Stephan Sturm endete die Karriereleiter nicht beim CFO-Posten des Dax-Konzerns. Im Juli 2016 wurde er zum Nachfolger von CEO Ulf Schneider ernannt, und sitzt seitdem bei Fresenius auf dem Chefsessel.

CFO des Jahres 2013 – Thomas Treß

Thomas Treß übernahm 2006 die Finanzverantwortung bei Borussia Dortmund und erhielt den Award für seinen Beitrag zur wirtschaftlichen Wiederauferstehung des Fußballclubs. 

Der Bundesligaklub hatte sich nach dem Börsengang finanziell übernommen und war nur um Haaresbreite der Pleite entgangen.

Treß musste als Sanierer ran, zunächst als Berater und schließlich ab Januar 2006 als CFO. 2013 konnte er Rekordzahlen vermelden. Und auch 2016 läuft es nicht schlecht: Die an der Börse bis zum Spätsommer vernachlässigte BVB-Aktie zählt seit Anfang September zu den besten Performern am gesamten deutschen Aktienmarkt.

Thomas Treß, Borussia Dortmund GmbH & Co. KGaA

Treß arbeitet nach seinem Studium von 1993 bis 1999 bei der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft PwC. In dieser Zeit absolviert er die Fachexamina zum Wirtschaftsprüfer und Steuerberater. Von 1999 bis 2005 arbeitet er bei der Wirtschaftprüfungsgesellschaft RölfsPartner, wo er in der Funktion des Generalbevollmächtigten und Partner unter anderem die Sanierung des BVB verantwortlich begleitet.
Im Oktober 2005 wechselt Treß zu seinem ehemaligen Kunden und wird neben Hans-Joachim Watzke zum zweiten Geschäftsführer der Borussia Dortmund Geschäftsführungs-GmbH bestellt. Seit Januar 2006 verantwortet er die Ressorts Finanzen und Organisation. Darüber hinaus ist Treß Geschäftsführer der Tochterunternehmen BVB Stadion Holding und Sports & Bytes. Im Februar 2018 verlängert der BVB Treß' Vertrag bis Juni 2022.

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CFO des Jahres 2012 – Peter Sielmann

Der CFO des Jahres 2012, Peter Sielmann, leitete zum Zeitpunkt seiner Auszeichnung schon seit mehr als zwanzig Jahren die Finanzen der Neumann Kaffee Gruppe und tut dies bis heute. Zuvor war Peter Sielmann zehn Jahre lang bei der Citibank tätig.

Den unauffälligen Hamburger Kaffeehändler machte Sielmann zu einem gewichtigen Player im weltweiten Kaffeemarkt. FINANCE zeichnete den Finanzchef, dem das Delegieren schwer fällt, für sein stringentes Banken- und Risikomanagement aus, mit dem er das Unternehmen durch die ständigen Auf und Abs der Handels- und Rohstoffmärkte führt.

CFO des Jahres 2011 – Lothar Steinebach

Lothar Steinebach erhielt die Auszeichnung CFO des Jahres für sein berufliches Lebenswerk. Er war über 30 Jahre lang für den Konsumgüterkonzern Henkel tätig. Seine Karriere begann er bei den Düsseldorfern in der Rechtsabteilung. Seit 2003 führte er die Finanzen des Konzerns und war in dieser Funktion für eine Vielzahl von Finanztransaktionen und Akquisitionen federführend verantwortlich. 2008 war er maßgeblich an der Finanzierung der 4 Milliarden Euro schweren Übernahme von National Starch und der anschließenden Integration beteiligt.

Der Jurist ging wie schon zuvor angekündigt 2012 in den Ruhestand. Seine Nachfolge trat Steinebachs Ziehsohn Carsten Knobel an, der bei Henkel bis heute die Finanzen leitet – ähnlich erfolgreich wie Steinebach.

CFO des Jahres 2010 – Alfried Bührdel

2010 wurde Alfried Bührdel für seine herausragenden persönlichen Verdienste um die Unternehmensentwicklung des Außenwerbers Ströer geehrt. Dazu zählte nicht zuletzt der Börsengang des Unternehmens in einem schwierigen Kapitalmarktumfeld, der Ströer erst die extrem ambitionierte M&A-Strategie ermöglichte, mit denen das Unternehmen nun schon seit mehreren Jahren den Kapitalmarkt in Atem hält.

Alfried Bührdel, Tengelmann KG

Nach seinem Studium arbeitet Bührdel von 1988 bis 1997 bei Bertelsmann, zunächst in der Konzernrevision und später in kaufmännischen Positionen in Gütersloh, New York, Wien und München. Unter anderem arbeitet er als stellvertretender Geschäftsführer und Leiter Finanzen bei verschiedenen Gesellschaften des Konzerns.

1998 wechselt Bührdel zu dem Außenwerbervermarkter Ströer und wird Finanzchef. Seitdem verantwortet er die Finanzen der gesamten Gruppe. In seine Amtszeit fallen diverse Zukäufe, die Partnerschaft mit PE-Investoren, der erfolgreiche Börsengang im Juli 2010 sowie die Expansion in die Vermarktung von Online-Werbeplätzen, die in erster Linie über Akquisitionen gestaltet wird.

Nach sechzehn Jahren verlässt Bührdel im Frühjahr 2014 Ströer und steigt im September 2014 als CFO bei dem Familienunternehmen Tengelmann ein. Im Juni 2016 verlässt Bührdel Tengelmann wieder.

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Der Diplom-Kaufmann wechselte 1998 von Bertelsmann zu Ströer. Nach 16 Jahren verließ er den Außenwerber und nahm den CFO-Posten bei Tengelmann an. Dort blieb Bührdel allerdings nur weniger als zwei Jahre.

CFO des Jahres 2009 – Klaus Rosenfeld

Klaus Rosenfeld erhielt den Preis 2009 für seinen Beitrag zur Rettung der Herzogenauracher Schaeffler-Gruppe. Er musste die langfristige Refinanzierung des Unternehmens sichern und einen schmerzhaften Sanierungskurs begleiten.

Sein Engagement bei dem Automobilzulieferer hat sich ausgezahlt: Der ehemalige Banker schaffte es 2014 an die Spitze von Schaeffler.

CFO des Jahres 2008 – Dieter Bellé

Dieter Bellé, Leoni AG

Von 1979 bis 1989 verantwortet Bellé leitende Positionen bei der Krupp Group. Ab 1989 ist er Direktor der Energieverwaltung und Energieübertragung bei Felten & Guillaume. Von 1995 bis 2000 ist der Betriebswirt Mitglied der Geschäftsführung beim Autozulieferer Peguform, bevor er 2000 als Vorstandsmitglied zu dem Autozulieferer und Kabelhersteller Leoni wechselt, wo er unter anderem das Finanzressort verantwortet. Ab dem 7. Mai 2015 wird Bellé zusätzlich zum CFO-Job den CEO-Posten übernehmen. Im Dezember 2015 gibt Leoni bekannt, dass Bellé seinen CFO-Posten abgeben und sich auf die Aufgaben als CEO konzentrieren wird.

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Schon 2000 übernahm Dieter Bellé die Finanzverantwortung bei dem Nürnberger Autozulieferer Leoni. Acht Jahre später hielt er die Auszeichnung CFO des Jahres in den Händen. Ausschlaggebend waren seine Leistungen im strategischen Finanzmanagement. Er begleitete als CFO die Zukäufe und das Umsatzwachstum des Automobilzulieferers mit einer umsichtigen Finanzierungsstrategie. Von den Einbrüchen im Zuge der Wirtschafts- und Finanzkrise erholte sich Leoni zügig und vollständig.

Auch für Dieter Bellé schaffte es später noch einen weiteren Karriereschritt nach oben: Im Mai 2015 wurde er zum CEO des Unternehmens berufen, behielt seinen CFO-Posten jedoch bei. Im Oktober 2016 hat Karl Gadesmann seine Nachfolge als Finanzchef angetreten.

CFO des Jahres 2007 – Georg Kellinghusen

Ein weiterer Finanzchef, der für sein Lebenswerk ausgezeichnet wurde, ist Georg Kellinghusen. Insbesondere seine Leistungen in der finanziellen und operativen Restrukturierung angeschlagener Unternehmen wurden mit dem Preis gewürdigt.

Kellinghusen war Finanzvorstand des Modeunternehmens Escada, anschließend wurde er CFO und später CEO des Puppenherstellers Zapf Creation. Im März 2007 wechselte er zum Küchenhersteller Alno. Nach einigen weiteren Stationen, unter anderem bei Keiper Reparo, führte er auf der Zielgeraden seiner Karriere das Biotech-Unternehmen Brain an die Börse.

CFO des Jahres 2006 – Rüdiger A. Günther

Rüdiger A. Günther wurde als Finanzchef für die erfolgreiche Entwicklung des Landmaschinenherstellers Class zum CFO des Jahres 2006 gekürt. Während seiner Amtszeit machte Günther das Unternehmen mit zahlreichen Finanzinnovationen zu einem der größten Marktteilnehmer weltweit.

Spätere Karrierestationen führten Günther zu Infineon, Arcandor und Jenoptik. Seit Januar 2016 ist er CEO und CFO bei dem Berliner Frankiermaschinenhersteller Francotyp-Postalia.

Rüdiger Andreas Günther, Francotyp-Postalia Holding AG

1985 startet Günther seine berufliche Laufbahn als Investmentbanker und Country Manager bei der Continental Bank of Chicago. Ab 1988 zunächst als Bereichsleiter, später dann als Leiter des Zentralbereichs Finanzen von Metro setzte Günther Schwerpunkte in der Akquisitionsfinanzierung. Weitere Schwerpunkte waren die Etablierung des Finanzcontrollings, einer Risk-Management-Funktion und eines MIS-Systems für Finanzrisiken. Bei dem Landmaschinenhersteller Claas durchläuft Günther ab 1993 verschiedene Managementfunktionen bis zum CFO und betreibt später in seiner Funktion als Sprecher der Geschäftsführung unter Beibehaltung der CFO-Funktion die finanzwirtschaftliche Absicherung der Globalisierung. Mit der Übernahme von Renault Agriculture initiiert Günther den Geschäftsaufbau der Claas Gruppe. Mit zahlreichen Finanzinnovationen macht er Claas zur Nummer 1 in Europa und zu einem der drei größten Marktteilnehmer weltweit. 2006 wird Günther dafür mit dem FINANCE Award als „CFO des Jahres“ ausgezeichnet. Mit seiner Bestellung zum CFO und Arbeitsdirektor beim Dax-Konzern Infineon 2007 initiiert Günther Maßnahmen zur Steigerung der Profitabilität durch strategische Allianzen und Akquisitionen. Er erweitert die Aktionärsbasis und baut eine Defense- Strategie gegen Hedgefonds und unfreundliche Investoren auf. Im Jahre 2008 wird er als CFO in den Vorstand von Arcandor berufen, um einen Sanierungsplan zu erarbeiten. Ziel ist es, das Unternehmen durch die Gewährung einer Staatsbürgschaft zu sanieren oder die verschiedenen Unternehmensteile (Thomas Cook, Karstadt, Quelle) zu verselbständigen. Seit seiner Berufung zum CFO des Technologiekonzerns Jenoptik im April 2012 verantwortet Günther neben anderen das derzeit wohl wichtigste Managementprojekt des ostdeutschen Leuchturmunternehmens. Mit Jenoptik One.ERP („JOE“) wird die ERP-Struktur des Unternehmens mit Hilfe eines neuen SAP-Systems zur Grundlage von Jenoptiks Wachstumsstrategie. Systeme und Mitarbeiter sollen mit einer einheitlichen Sprache sprechen. Das Projekthat eine Laufzeit von 5 Jahren und ein Budget von über 20 Millionen Euro. Günther verlässt Jenoptik im März 2015 und übernimmt im Januar 2016 den Vorstandsvorsitz bei dem Frankiermaschinenhersteller Francotyp-Postalia. Wie bereits sein Vorgänger übernimmt er gleichzeitig auch die Leitung als Finanzchef.
   

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CFO des Jahres 2005 – Alan Hippe

Dr. Alan Hippe, F. Hoffmann-La Roche Ltd.

Nach Abschluss seines BWL-Studiums arbeitet Hippe während seiner Promotion von 1993 bis 1996 als wissenschaftlicher Mitarbeiter und Lehrassistent an den Universitäten Mainz und Mannheim.

1996 wechselt er als Leiter des Konzern-Controllings zur Gebäudedienstleistungsholding Aveco, zwei Jahre später wird er Leiter des Bereichs Controlling, Finanzen und Rechnungswesen beim Flughafenbetreiber Fraport in Frankfurt, wo er 2001 den Börsengang des Unternehmens mit verantwortet.

Mit nur 35 Jahren wechselt Hippe 2002 zum Automobilzulieferer Continental, wo er als CFO die Verantwortung für die Bereiche Finanzen, Controlling und Recht übernimmt. Von Mai 2005 an ist er zusätzlich als Präsident für Continental Tire of North America zuständig. Im Laufe des Jahres 2008 übernimmt Hippe auch die Leitung des weltweiten PKW-Reifengeschäfts sowie des Bereichs Conti Rubber und wird im August 2008 zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden des Konzerns ernannt.

Im April 2009 wird Hippe Vorstandsmitglied bei ThyssenKrupp und verantwortet als CFO die Ressorts Controlling, Accounting & Financial Reporting, Corporate Finance, Investor Relations, M&A, Taxes & Customs sowie Materials Management. Von Oktober 2009 an leitet er auch die ThyssenKrupp Business Services.

Zum März 2011 legt Hippe sein CFO-Mandat bei ThyssenKrupp nieder und wird wenige Wochen später Chief Financial und IT Officer bei dem Schweizer Pharmariesen Roche. Die Roche-Gruppe beschäftigt weltweit fast 90.000 Mitarbeiter, investiert jährlich fast 9 Milliarden Schweizer Franken in Forschung und Entwicklung und erzielt einen Umsatz von annähernd 50 Milliarden Schweizer Franken. 

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2002 wurde Alan Hippe mit nur 35 Jahren CFO bei Continental und führte das Unternehmen ein Jahr später in den Dax. Er trieb den Schuldenabbau voran und begleitete eng die Übernahmestrategie des Zulieferers. Nach der Station bei Continental ging es für Hippe immer weiter bergauf. Zunächst wechselte er zu ThyssenKrupp, wo er unruhige Zeiten erlebte. Seit 2011 ist Hippe Finanzchef und Chief IT Officer des Schweizer Pharmariesen Roche.

Dort setzt Hippe seine Erfolgsserie fort: Große Zukäufe, steigende Umsätze und Gewinne sowie eine umfassende Modernisierung der IT stehen für Hippe in seiner Amtszeit bei Roche zu Buche.

antonia.koegler[at]finance-magazin.de

Mehr Infos zu den CFOs des Jahres

Ausführlichere Begründungen, warum welcher der hier genannten CFOs ausgezeichnet wurde, finden Sie hier. Dort erfahren Sie auch, welche Teams jeweils als Treasury des Jahres ausgezeichnet wurden.

Weitere Infos zu Vita, Werdegang und Karriere-Highlights der CFOs des Jahres gibt es in ihren persönlichen CFO-Steckbriefen im Bereich FINANCE-Köpfe.